Ludwigslust festigt Rolle in der Metropolregion Hamburg
Die Stadt Ludwigslust hat ihre Position innerhalb der Metropolregion Hamburg weiter gestärkt. Dies wurde beim Jahresempfang in der Ludwigsluster Stadthalle deutlich, wo Jakob Richter, Geschäftsführer der Metropolregion Hamburg, als Gastredner auftrat. Richter betonte, dass Ludwigslust trotz der unbestrittenen Dominanz Hamburgs nachweisbar von der Mitgliedschaft in diesem Wirtschaftsraum profitiert.
Eine Region mit internationaler Bedeutung
Die Metropolregion Hamburg umfasst etwa 5,2 Millionen Menschen und erstreckt sich über ein Gebiet von der Hansestadt über Niedersachsen und Schleswig-Holstein bis nach Mecklenburg-Vorpommern. Jakob Richter beschrieb die Region als zentralen Wirtschaftsraum Norddeutschlands, der als Verbindungsglied zwischen Mitteleuropa und Skandinavien dient. Besonders der Hamburger Hafen spiele dabei eine entscheidende Rolle als internationaler Knotenpunkt.
Richter hob hervor, dass die Organisation darauf abziele, die wirtschaftliche, soziale und touristische Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region zu stärken. „Ich bin gerne gekommen“, sagte Richter zu Beginn seiner Rede und bezeichnete die Einladung als Ehre. Er dankte Ludwigslust für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Ludwigslust als mittelgroßes Zentrum mit Potenzial
Der Geschäftsführer betonte, dass Hamburg nicht der alleinige Mittelpunkt der Metropolregion sei. „Auch wenn die Hamburger Bürger das manchmal glauben, die Metropolregion besteht aus vielen wichtigen und starken Zentren“, erklärte er. Ludwigslust zähle er zu den mittelgroßen Zentren mit großem Entwicklungspotenzial.
Dieses Potenzial begründete Richter mit mehreren Faktoren:
- Die ausgezeichnete Verkehrsanbindung der Stadt
- Die strategische Lage zwischen Hamburg und Berlin
- Die geplante Autobahnverbindung von Magdeburg bis Wismar
- Die laufende Generalsanierung der Bahnstrecke
„Es ist richtig, dass die Strecke generalsaniert wird, und es ist gut, dass dies nun umgesetzt wird“, so Richter zur Bahnsanierung.
Verkehrsanbindung als Chance für Wachstum
Richter sieht in der verbesserten Infrastruktur eine große Chance für Ludwigslust, insbesondere bei der Anwerbung von Fachkräften und der Ansiedlung von Unternehmen. „Die gute Entwicklung der Stadt hängt eng mit der Verkehrsanbindung zusammen“, betonte er. Allerdings warnte er davor, sich allein auf die geografische Lage zu verlassen: „Lage allein reicht nicht aus – sie muss auch genutzt werden.“
Wachstum sei vor allem von der Unternehmerschaft abhängig. „Unternehmen entstehen nicht durch Luft und Liebe, sondern durch Unternehmergeist, Innovation und den Blick nach vorne“, so Richter. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Zeiten gebe es keinen Grund für Pessimismus. Vielmehr gelte es, aktiv zu handeln.
Appell zur regionalen Zusammenarbeit
Richter verwies auf die Erfahrungen ostdeutscher Unternehmen, die nach der Wende aus Krisen entstanden seien. „Diese Unternehmen wissen, wie man mit Herausforderungen umgeht“, erklärte er. Sein Appell richtete sich an die regionale Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion Hamburg und vor Ort in Ludwigslust.
„Gemeinsam können wir eine gute, vielleicht sogar bessere Zukunft gestalten“, sagte Richter zum Abschluss seiner Rede. Seine Botschaft an die Ludwigsluster lautete: „Machen Sie weiter, gehen Sie die nächsten Schritte und packen Sie an.“
Die Veranstaltung endete mit großem Beifall für den Gastredner, der von Bürgermeister Stefan Pinnow und Stadtpräsident Helmut Schaper verabschiedet wurde.



