Einmal im Jahr verwandelt sich das kleine Dorf Friedrichswalde in ein Mekka für Motorradfahrer. Am zweiten Maiwochenende sind dort weit mehr Bikes unterwegs, als die Gemeinde Einwohner zählt. 791 Menschen leben in der Ortschaft am östlichen Rand der Schorfheide, zwischen Uckermark und Barnim. Doch am 9. und 10. Mai 2026 wird die Zahl der Motorräder erneut deutlich höher sein – dann steigt der 31. Motorradgottesdienst.
Flaniermeile für Leder, Chrom und Gore-Tex
Pfarrer Ralf Schwieger verspricht ein besonderes Erlebnis: Die Dorfstraße wird zur „Flaniermeile für Leder, Chrom und Gore-Tex“, wie er sagt. Auf dem Kirchplatz gibt es Live-Musik, regionale Speisen und Getränke. Das Programm startet bereits am Sonnabendabend mit einem Tanz unter dem Kirchturm.
Taufe und Gedenken am Sonntag
Wer neue spirituelle Impulse sucht, kann sich am Sonntag um 13 Uhr bei einer Pop-Up-Taufe taufen lassen. Um 14 Uhr beginnt der eigentliche Gottesdienst, bei dem der verstorbenen Motorradfahrer gedacht wird und der Segen für die Saison erteilt wird. Die Band FatHat sorgt für die musikalische Begleitung.
Um 15 Uhr startet die große Ausfahrt: Alle Biker und Bikerinnen begeben sich auf eine Rundfahrt durch die blühende Uckermark. Pfarrer Schwieger freut sich auf viele Teilnehmer und betont, dass der Motorradgottesdienst ein Fest der Gemeinschaft sei, bei dem Glaube und Leidenschaft für das Motorradfahren zusammenkommen.
Der Motorradgottesdienst in Friedrichswalde hat sich zu einer festen Größe im Kalender vieler Biker entwickelt. Er verbindet Tradition mit modernen Elementen und schafft eine Atmosphäre, die sowohl Gläubige als auch Motorradliebhaber anspricht. Die Veranstaltung ist offen für alle, unabhängig von Konfession oder Motorradmarke.



