Neue GdP-Chefin in MV fordert bessere Polizeiausstattung
Neue GdP-Chefin in MV: Polizei braucht mehr Mittel

Kristin Frosch ist die neue Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Mecklenburg-Vorpommern. Die 43-Jährige übernahm das Amt am Mittwoch von ihrem langjährigen Vorgänger Christian Schumacher. Die Gewerkschaft zählt rund 3600 Mitglieder im Nordosten. Frosch kündigte an, Brücken bauen zu wollen, aber auch klar für die Anliegen der Polizei einzutreten.

Ungelöste Probleme belasten die Polizei

Die Liste der Herausforderungen ist lang: Es mangelt an Schießtrainingsmöglichkeiten, die Überlastung im Dienst ist hoch, und die seit Jahren versprochene Aufstockung der Polizistenzahl auf 6200 wurde nicht umgesetzt. Hinzu kommen neue Aufgabenfelder wie die Bekämpfung von Kinderpornografie und Cyberkriminalität, für die Personal fehlt.

Auf die Frage, ob die Polizei in MV schlecht aufgestellt sei, reagierte Frosch diplomatisch. Man sei auf einigen Gebieten Vorreiter, aber es gebe viel Verbesserungsbedarf. Bei der Fachkräftegewinnung seien nicht überall Vollzugsbeamte nötig. Das Land müsse die Attraktivität des Berufs steigern, etwa für Experten mit Studienabschluss. „Der Bund zahlt teilweise 1000 Euro mehr. Wie wollen wir damit konkurrieren?“, fragte Frosch.

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Forderung nach moderner und handlungsfähiger Polizei

Kristin Frosch, 1983 in Demmin geboren, verheiratet und Mutter zweier Söhne, gehört seit 2002 der Landespolizei und der GdP an. 2005 wechselte sie ins Landeskriminalamt. Sie stehe für eine moderne, handlungsfähige und demokratisch verankerte Polizei. Ein zentrales Thema der kommenden Jahre sei die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Der Leitantrag beim Verbandstag der GdP am Mittwoch spiegelt dies wider: „Fürsorge“ sei das Thema der Stunde. Die Botschaft an das Innenministerium lautet: Wer gute Polizeiarbeit erwarte, müsse ausreichend Personal, gute Bezahlung und moderne Ausstattung gewährleisten. Dazu gehöre auch ein hoher Standard bei der Digitalisierung – ein aktuelles Stichwort seien fehlende Handys für Polizisten. „Moderne Polizeiarbeit braucht nicht nur gute Gesetze, sondern auch funktionierende IT, praxistaugliche Ausstattung, klare Abläufe und Führung, die Rückhalt gibt“, betonte Frosch.

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