OB-Wahlen in Görlitz und Aue-Bad Schlema: Duelle um Rathausspitze
OB-Wahlen: Duelle in Görlitz und Aue-Bad Schlema

Die Bürger in Görlitz und Aue-Bad Schlema müssen erneut an die Wahlurnen: Bei den zweiten Runden der Oberbürgermeisterwahlen kommt es zu direkten Duellen. Nachdem die restlichen Kandidaten ihren Rückzug erklärt haben, stehen nur noch die beiden jeweils stärksten Bewerber zur Wahl.

Aue-Bad Schlema: Freie Sachsen gegen CDU

Im Erzgebirgskreis findet der zweite Wahlgang am 7. Juni statt. Hier treten Stefan Hartung von der rechtsextremen Kleinstpartei „Freie Sachsen“ und der CDU-Kandidat Marcus Hoffmann gegeneinander an. Hartung hatte im ersten Wahlgang mit 29,0 Prozent die meisten Stimmen erhalten, Hoffmann folgte mit 23,6 Prozent. Der Drittplatzierte Danny Weber (Freie Wähler, 22,5 Prozent) und Linke-Kandidat Tony Neuß (6,4 Prozent) haben ihre Unterstützung für Hoffmann angekündigt, wie die „Freie Presse“ berichtet. Der AfD-Kandidat Lars Bochmann, der 18,5 Prozent erzielte, zog sich ohne Wahlempfehlung zurück. In einem Facebook-Beitrag erklärte er, die Bürger seien mündig genug, selbst zu entscheiden.

Stefan Hartung war früher für die Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD) aktiv und ist stellvertretender Vorsitzender und Mitbegründer der „Freien Sachsen“. Der sächsische Verfassungsschutz stuft die Partei als „Mobilisierungsmaschine“ und „organisierte Gruppierung von Neonationalsozialisten, Die Heimat-Funktionären und weiteren Szeneangehörigen oder -sympathisanten“ ein.

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Görlitz: Duell wie 2019

In Görlitz wiederholt sich das Duell von 2019: Amtsinhaber Octavian Ursu (CDU) trifft auf den AfD-Landtagsabgeordneten Sebastian Wippel. Der zweite Wahlgang ist für den 31. Mai angesetzt. Die Linke-Kandidatin Sabine Christian und der parteilose Hagen Jeschke, die beide nur gut 3 Prozent der Stimmen erreichten, haben ihren Rückzug erklärt. Im ersten Wahlgang lag Ursu mit 49,1 Prozent knapp vor Wippel mit 44,3 Prozent. 2019 hatte sich Ursu mit 55,2 Prozent gegen Wippel durchgesetzt.

Die Stichwahlen sind notwendig, weil im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht hatte.

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