In der Südmüritz-Region erlebten Besucher einen besonderen Gemeindeabend zum Thema „Lehm“ in der Kirche und auf dem Pfarrhof Vipperow. Höhepunkt war das Backen von Brot und Pizzen im selbst gebauten Lehmofen, der von Konfirmanden errichtet wurde.
Lehm in der Schöpfungsgeschichte
Vor der Andacht berichtete Carsten Pohl vom Kirchengemeinderat über die Bedeutung von Lehm in der Bibel, Medizin und im Bauwesen. „Lehm ist ein unheimlich interessantes Produkt. Landwirte schätzen lehmhaltigen Boden, weil er Wasser gut speichert. In der Bibel wird der Mensch aus Lehm geformt, und Jesus heilt einen Blinden mit Erde und Speichel“, erklärte Pohl.
Pastorin Verena Häggberg griff die Schöpfungsgeschichte in der Andacht auf: „Das Wort Adam ist eng mit dem hebräischen Adama für Erdboden verbunden – es betont die Verbindung des Menschen zur Erde, interpretiert als Lehm oder Staub.“
Konfirmanden bauten Lehmofen
Nach der Andacht konnten Besucher vorbereiteten Pizzateig belegen und im vorgeheizten Lehmofen backen. Der Ofen auf dem Pfarrgelände war im letzten Herbst in einer Aktion mit Konfirmanden errichtet worden. Der 14-jährige Konfirmand Gabriel half damals mit: „Sand, Lehm und Wasser wurden im Betonmischer gemischt. Carsten Pohl zeigte uns, wie man eine Kuppel baut. Dann machten wir Feuer zum Trocknen, mauerten Backsteine vor, bauten ein Ofenrohr und eine Überdachung. Zuletzt kam eine alte Klappe vor die Backröhre.“
Tipps für perfekte Pizzen
Ein Schieber wurde angeschafft, um die Pizzen fachgerecht in den Ofen zu bringen. Routiniert backte Gabriel die Pizzen der Gäste. „Viel Mehl unter der Pizza und ordentlich Schwung mit dem Schieber – dann gelingt es“, verriet er. Alle Pizzen gelangen und schmeckten hervorragend. Zum Abschluss wurde noch ein Brot in den Ofen gelegt.



