Pommern-Treffen in Anklam: Ein lebendiges Zeichen von Gemeinschaft und Erinnerung
Das Pommern-Treffen im Anklamer Volkshaus lockte kürzlich fast 600 Besucher an die Peene, darunter mehr als 50 neue und vor allem jüngere Gäste, die erstmals teilnahmen. Die Organisatoren, Manfred Schukat und Friedhelm Schülke, zeigten sich erfreut über das große Interesse, das diese Veranstaltung des Bundes der Vertriebenen nach wie vor genießt.
Buntes Programm mit Musik und Tanz
Den Auftakt machte das 1. Pommersche Blasorchester Wolgast mit schwungvoller Blas- und Marschmusik. Das Kinder- und Jugend-Ensemble „Pieśni i Tańce“ aus Pyrzyce präsentierte neue Lieder und Tänze, zunächst ein polnisches Folklore-Programm und dann ein pommersches in echten Pyritzer Weizacker-Trachten. Später stimmte der Shanty-Chor Insel Usedom bekannte Seemannslieder von Heimat und Meer an.
Erstmals beim Pommern-Treffen kam eine sechsköpfige Kaschuben-Gruppe aus Slupsk zum Einsatz, die in typischen Trachten und mit Volksinstrumenten wie Brummtopf und Teufelsgeige auftrat. Diese Darbietungen unterstreichen die kulturelle Vielfalt und Tradition der Region.
Gedenken und politische Unterstützung
Traditionell wurde der seit dem letzten Treffen verstorbenen 23 Landsleute gedacht und an die Flucht sowie den Verlust der Heimat Pommern vor 81 Jahren erinnert. Zu den Gästen zählte der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor von der CDU, der versicherte, weiter fest an der Seite der Pommern zu stehen.
Grußworte übermittelten die Direktorin des Pommerschen Landesmuseums Greifswald, Dr. Ruth Slenczka, sowie deren Kulturreferentin Dorota Makrutzki. Pfarrer Bernhard Riedel, Vorsitzender des Konvents evangelischer Gemeinden aus Pommern, entbot ebenfalls ein Grußwort.
Mehr als nur eine Tradition
Dietmar Klar aus Stretense betonte im Rückblick, dass das Pommern-Treffen, das seit 34 Jahren mit viel Herzblut organisiert wird, weit mehr als eine Tradition sei. „Es ist ein lebendiges Zeichen von Gemeinschaft, Erinnerung und Hoffnung“, so Klar. Die Organisatoren erhielten großen Dank für ihr Engagement, das die Veranstaltung zu einem bedeutenden kulturellen Ereignis macht.
Das Treffen dient nicht nur der Pflege von Bräuchen, sondern stärkt auch den Zusammenhalt unter den Pommern und ihren Freunden. Mit solchen Veranstaltungen bleibt die Erinnerung an die Heimat lebendig und zieht generationenübergreifend Interessierte an.



