13-Tonnen-Sowjetschlepper Kasimir begeistert Oldtimer-Fans in Jarmen
Sowjet-Schlepper Kasimir: Highlight in Jarmen

Oldtimer-Treffen in Jarmen: 300 Fahrzeuge und ein sowjetischer Gigant

Mehr als 300 historische Fahrzeuge lockten Tausende Besucher zum diesjährigen „Oldtimer & Traktoren Treffen“ auf den Jarmener Schützenplatz. Highlight war ein 13 Tonnen schwerer sowjetischer Schlepper vom Typ K-700A, liebevoll „Kasimir“ genannt. Der Gigant aus den Leningrader Kirow-Werken zog mit seinem dröhnenden Dieselmotor alle Blicke auf sich.

Cheforganisator Jürgen Mattutat zeigte sich begeistert: „Es waren wesentlich mehr Gäste als im Vorjahr, schätzungsweise 3000 bis 4000 Menschen.“ Die Veranstaltung, die seit 2023 aus der Tradition des „Jarmener Motorenanlassens“ hervorgegangen ist, entwickelte sich zu einem Volksfest für die ganze Familie. Selbst die Parkplätze in den Nachbarstraßen und auf den Supermarkt-Parkplätzen reichten zeitweise nicht aus.

Geschichten aus Blech und Chrom

Zur offiziellen Eröffnung hielt Pastor Arnold Pett eine bewegende Andacht. „Ein Oldtimer fährt nicht einfach nur, er erzählt Geschichten“, sagte er. „Von ersten Ausfahrten, von Urlauben und langen Schrauber-Abenden. Von kleinen Pannen und großen Abenteuern.“ Er betonte die Entschleunigung, die dieses Hobby mit sich bringe: „Niemand setzt sich in einen alten Wartburg oder Trabi, um schnell anzukommen. Der Weg gehört dazu.“

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Neben den Oldtimern aus DDR-Produktion – von Mopeds über Autos bis zu Traktoren – waren auch Modelle aus sozialistischen Bruderländern zu sehen. Der sowjetische K-700A mit Knicklenkung war der mächtigste Vertreter. Auch die Zweiräder auf dem Aldi-Parkplatz legten gegenüber 2025 um ein Drittel zu. Die „Westautos“ waren im ehemaligen Verkehrsgarten stationiert.

Kostenloses Essen und freier Eintritt

Die Freiwillige Feuerwehr sorgte mit Bratwurst, Pommes, Kartoffelsuppe aus der Gulaschkanone und sogar einem Wildschwein am Spieß für das leibliche Wohl. Erstmals wurde auch das neue Jarmener Bier „Des Bibers Helles“ ausgeschenkt. Mattutat betonte: „Ich will unbedingt beibehalten, dass die Leute umsonst reinkommen.“ Möglich sei dies durch die Unterstützung von Kommune und Sponsoren.

Frank Bethke aus Neubrandenburg war mit einem seltenen IFA F8 aus dem Jahr 1955 angereist, einem als Lkw zugelassenen Lieferwagen mit Kastenaufbau, von dem nur noch etwa zehn Exemplare existieren. Auch 2027 wird es ein Treffen in Jarmen geben, wieder ohne Eintritt. Mattutat plant bereits neue Extras für die fünfte Auflage.

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