Nach der CDU-Kritik am Umgang von Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit dem vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwal und der Einordnung als PR-Show schlägt die SPD zurück. „Dieses Muster ist bekannt: Erst wegducken, dann nachtreten“, kontert Julian Barlen, Generalsekretär der Partei in Mecklenburg-Vorpommern.
CDU wirft Backhaus Inszenierung vor
CDU-Landeschef Daniel Peters hatte Backhaus eine Inszenierung rund um den Wal als „Schwesigs fleißigster Mann“ vorgeworfen. Zudem wirft die CDU Fragen auf: Wurde Umweltschutzrecht gebeugt, als in sensiblen Gewässern vor Poel immer wieder gebaggert wurde? Was hat der gesamte Einsatz gekostet? Er erwarte „eine lückenlose Aufklärung“, so Peters.
„CDU war wochenlang auf Tauchstation“
Die Antwort folgt prompt. „Als der Wal ,Timmy‘ vor Poel strandete, war die CDU MV wochenlang auf Tauchstation“, reagiert Barlen scharf. „Weder Herr Peters noch sonst jemand von der Landes- oder Kreis-CDU war in dieser schwierigen und emotional belastenden Lage öffentlich wahrnehmbar. Verantwortung übernommen und sich der Debatte gestellt hat einer: Till Backhaus.“
Was die CDU betreibe, sei „durchschaubarer und unanständiger Wahlkampf“. Während Backhaus ständig vor Ort war, melde sich die CDU erst nach getaner Arbeit. Barlen: „Mecklenburg-Vorpommern braucht keine ,Hinterher-Besserwisser‘, sondern Persönlichkeiten, die auch im Gegenwind Kurs halten.“
Backhaus hatte den Wal, den viele Menschen „Timmy“ nennen, über Wochen vor Poel persönlich begleitet. Erst war er dem Rat von Experten gefolgt, das Tier in Ruhe sterben zu lassen, dann stimmte er einer großangelegten privaten Rettungsaktion zu. Die Debatte um die Aktion reißt nicht ab, während die SPD nun geschlossen hinter ihrem Minister steht.



