München: Surfen auf der Eisbachwelle wieder erlaubt
Surfen auf der Eisbachwelle in München wieder erlaubt

Die Surfer in München können aufatmen: Die berühmte Eisbachwelle im Englischen Garten ist ab sofort wieder offiziell für das Surfen freigegeben. Der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) unterzeichnete eine angepasste Allgemeinverfügung, die das Surfen auf der Welle wieder erlaubt. Die Freigabe erfolgte nur wenige Stunden, nachdem die neue Rathauskoalition gebildet wurde.

Ein Wahrzeichen Münchens

„Das Surfen am Eisbach ist Teil des Münchner Lebensgefühls, die Eisbachwelle ist ein Wahrzeichen der Stadt München“, erklärte Krause. Von Beginn an sei es sein Ziel gewesen, „die Welle so bald wie möglich zu öffnen“. Für diesen Schritt arbeitete er eng mit Vertretern der Münchner Surfcommunity zusammen, die in zwei Vereinen organisiert ist.

Regeln für die Sicherheit

Laut der Allgemeinverfügung dürfen nur „geübte und erfahrene Flusssurfer auf eigene Gefahr“ an der Welle surfen. Das Surfen ist bis 22.00 Uhr erlaubt. Die neuen Sicherheitsmaßnahmen schreiben unter anderem die Nutzung einer Sicherungsleine am Surfbrett vor, die sich bei starkem Zug selbst öffnet. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Surfer in der Strömung mit seinem Brett unter Wasser gezogen wird.

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Ein solcher Unfall hatte im April des vergangenen Jahres zur Sperrung der Welle geführt. Eine 33-jährige Surferin wurde damals unter Wasser gedrückt, weil sich die Leine unter Wasser verfangen hatte. Die Frau starb später im Krankenhaus. Eine konkrete Ursache für den Unfall konnte nicht ermittelt werden.

Vom Verbot zur Freigabe

Nach dem Unglück war das Surfen zunächst wieder gestattet, doch der damalige Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) verbot es schließlich. Nach der sogenannten Bachauskehr im vergangenen Herbst war die Welle durch einen Mangel an natürlichen Hindernissen im Flussbett verschwunden. Unbekannte brachten in der Folge mehrmals künstliche Hindernisse ein, die dann wieder entfernt wurden. Solange es auf dem Bach eine Welle gab, wurde dort auch wieder gesurft – illegal.

Mit der neuen Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt München ist das Surfen nun wieder legal und sicher geregelt.

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