In mehreren Städten Sachsen-Anhalts haben am 1. Mai Menschen den internationalen Tag der Arbeit mit Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen begangen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) veranstaltete in Magdeburg ein Familienfest. Zudem fand auf dem Alten Markt eine Demonstration statt, zu der auch Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) erwartet wurde.
Kundgebung am Historischen Arbeitsamt in Dessau-Roßlau
Die Stiftung Bauhaus Dessau hatte am Historischen Arbeitsamt eine Kundgebung angekündigt. Das zwischen 1927 und 1929 errichtete Gebäude stehe wie kein zweiter Ort „für die Organisation von Arbeit im 20. Jahrhundert“, hieß es. Die Stiftung bot ein Programm mit Musik, Tanz und Diskurs. Zudem wurde eine neu gestaltete Grünanlage eingeweiht und eine Skulptur aufgestellt. Führungen durch das Arbeitsamt rundeten das Angebot ab.
Fahrraddemo in Wittenberg und Kundgebung in Halle
In Wittenberg fand eine Fahrraddemo statt: Vom Hauptbahnhof zogen die Teilnehmenden zum Marktplatz, wo eine Kundgebung stattfand. In Halle war am Steintor eine Demonstration unter dem Motto „fair statt prekär“ geplant. Als Redner trat der ehemalige Thüringer Ministerpräsident und Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) auf.
DGB: Über 9.000 Teilnehmer an 18 Orten
Der DGB gab an, dass sich an seinen Veranstaltungen unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ in Sachsen-Anhalt insgesamt mehr als 9.000 Menschen an 18 Orten beteiligten. Die größte Versammlung fand mit rund 2.500 Menschen auf dem Marktplatz in Halle statt. Laut Polizei verliefen die Veranstaltungen in Magdeburg, Dessau-Roßlau und Halle bis zum späten Mittag ohne größere Vorfälle.



