Extremwetter in der Uckermark: Feuerwehr und THW kämpfen gegen massive Überschwemmungen
Uckermark: Feuerwehr und THW gegen Überschwemmungen

Extremwetterlage trifft die Uckermark: Massive Überschwemmungen fordern Einsatzkräfte heraus

In den vergangenen Tagen hat eine Extremwetterlage mit starkem Tau- und Regenwasser in der Uckermark zu erheblichen Überschwemmungen geführt. Straßen wurden überflutet, und Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren sowie des Technischen Hilfswerks (THW) mussten in mehreren Wohnsiedlungen stundenlang im Einsatz sein, um größere Schäden an Eigenheimen zu verhindern. Die Situation bleibt angespannt, da weiterhin Wasser abgepumpt werden muss.

Feuerwehreinsätze in Blindow und Prenzlau: Ein Kampf gegen die Fluten

Bereits am 12. Februar staute sich das Wasser an einem etwa 80 Zentimeter hohen Damm in Blindow, östlich der B109, gefährlich an. Christian Straßburg, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlau, schilderte, dass Schmelzwasser vom höher gelegenen Feld dagegendrückte und in Garagen eindrang. Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Blindow und der freiwilligen Feuerwehr Prenzlau wurden in den frühen Morgenstunden alarmiert und pumpten das Wasser auf die zur Bundesstraße gelegene Seite ab, wo es abfließen konnte. Anwohner hatten vorsorglich ihre Grundstücke mit Sandsäcken geschützt.

Nach einer vorübergehenden Entspannung der Lage legte die Stadt Drainagerohre, um das angestaute Wasser ablaufen zu lassen. Doch als der Regen zunahm und sich mit dem Schmelzwasser vereinte, das vom Feld in Richtung Plattenstraße strömte, mussten die ehrenamtlichen Kameraden erneut eingreifen. Diesmal erhielten sie Unterstützung vom THW Prenzlau, das mit zusätzlichen Pumpen und Beleuchtung anrückte. Der Einsatz dauerte bis Freitagmorgen um 8 Uhr an und erforderte höchste Anstrengungen.

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Weidengrund in Röpersdorf: Besonders betroffene Wohnsiedlung

In der Gemeinde Nordwestuckermark traf die Extremwetterlage besonders die Wohnsiedlung Weidengrund in Röpersdorf. Das Wasser staute sich im Graben an den Durchlässen, deren Rohrdurchmesser für solche Ereignisse nicht ausgelegt sind, wie Steffen Münn, Gemeindewehrführer Nordwestuckermark, erklärte. Kameraden der Wehren aus Gollmitz und Lindenhagen pumpten das Wasser an den Durchlässen vorbei in Richtung Uckerwiesen und versuchten gleichzeitig, die Rohre von Schwemmgut freizuhalten. Anwohner unterstützten die Einsatzkräfte mit Kaffee und Gebäck, während der Einsatz bis in die frühen Morgenstunden des 13. Februar andauerte.

Zeitgleich kämpften Feuerwehrleute aus Schönermark in Wilhelmshof, an der Nebenstraße in Richtung Schapow, mit Pumpen gegen die Überflutung. Auf verschiedenen Straßenabschnitten der Uckermark stand Wasser, was Kraftfahrer vor besondere Herausforderungen stellte und die Mobilität erheblich einschränkte.

Weitere Einsatzstellen: Gandenitz und Templin im Fokus

In Templin mussten am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr Feuerwehrleute zu einem Einsatz in Gandenitz ausrücken. Dort war die Straße in Richtung Mahlendorf auf über 100 Metern massiv von Regen- und Schmelzwasser überflutet. Mitten auf diesem Abschnitt blieb eine Frau mit ihrem Pkw liegen, als das Fahrzeug plötzlich ausging. Roland Schulz, Einsatzleiter der Feuerwehr Gandenitz, beschrieb die Situation: „Das Wasser ist dort knietief, bestimmt 70 Zentimeter.“ Die Feuerwehrleute schleppten den Wagen mit ihrem Einsatzfahrzeug aus der überfluteten Senke und sperrten die Straße vorsorglich ab.

Die Stadtverwaltung in Templin mobilisierte am Vormittag Landwirte mit Technik und Güllebehältern, um das Wasser auf der Straße abzupumpen, da es bereits bis an ein Wohnhaus vorgedrungen war. Marcus Thiedig, Mitarbeiter im städtischen Bauamt, schätzte die Überflutung auf mehrere Tausend Kubikmeter und äußerte Zweifel, ob der Wasserspiegel schnell genug abgesenkt werden kann, um die Straße wieder befahrbar zu machen. Neben Gandenitz waren auch an zwei weiteren Stellen der hügeligen Straße in Richtung Mahlendorf sowie in Neu Placht Überflutungen zu verzeichnen, wo bereits Wasser abgepumpt wurde.

Insgesamt zeigen die Ereignisse, wie anfällig die Region für Extremwetterlagen ist und welch enorme Anstrengungen die Einsatzkräfte leisten müssen, um die Bevölkerung zu schützen. Die Zusammenarbeit von Feuerwehr, THW und lokalen Behörden bleibt entscheidend, um die Folgen der Überschwemmungen einzudämmen.

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