US-Armee zieht 5000 Soldaten aus Vilseck in Bayern ab
US-Armee zieht 5000 Soldaten aus Vilseck ab

Die angekündigte Drohung von US-Präsident Donald Trump wird offenbar Realität: Medienberichten zufolge will die US-Armee 5000 Soldaten aus Bayern abziehen. Dies berichten sowohl die „BILD“ als auch der Bayerische Rundfunk. Betroffen ist die Stryker-Brigade in Vilseck in der Oberpfalz, wo die US-Amerikaner den größten Truppenübungsplatz außerhalb der USA betreiben. Der Standort soll jedoch nicht vollständig geschlossen werden – mindestens 8000 Soldaten verbleiben vor Ort.

Reaktionen aus der Politik

Die Nachricht über den Truppenabzug fällt auf den ersten Amtstag des neuen ersten Bürgermeisters Thorsten Grädler. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk äußerte er sich bestürzt: „Das trifft uns hart.“ Man müsse nun alles Menschenmögliche unternehmen, um die US-Amerikaner zu einem Umdenken zu bewegen. Die Entscheidung aus Washington bereitet den Menschen in der Region große Sorgen, da die wirtschaftliche Abhängigkeit von den US-Streitkräften hoch ist.

Hintergründe des Abzugs

Trump hatte wiederholt seinen Unmut über die aus seiner Sicht unzureichende Unterstützung der europäischen Partner im Irankrieg geäußert. Vergangene Woche kündigte er sowohl neue Zölle auf europäische Kraftfahrzeuge als auch den Abzug von US-Truppen aus Deutschland an. Zudem wollen die USA entgegen den ursprünglichen Planungen keine Mittelstrecken-Marschflugkörper zur Abwehr russischer Angriffe in Deutschland stationieren. Bundeskanzler Friedrich Merz bestätigte am Sonntagabend, dass die von Trumps Amtsvorgänger Joe Biden zugesagte Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern zunächst nicht erfolgen werde. „Die Amerikaner haben zurzeit selbst nicht genug“, sagte Merz, betonte jedoch, dass der Zug für eine Stationierung „nicht abgefahren“ sei.

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Aktuelle US-Präsenz in Deutschland

Derzeit sind knapp 40.000 US-Soldaten auf mehreren großen Militärstützpunkten in Deutschland stationiert. Besonders bedeutend sind das US-Oberkommando für Europa in Stuttgart und das Drehkreuz der US-Luftwaffe auf dem Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz. Der Abzug aus Vilseck stellt einen erheblichen Einschnitt dar, auch wenn der Standort nicht vollständig aufgegeben wird.

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