Vom Denkmal zum Ehrenmal: vergessene Geschichte in Rostock
Vom Denkmal zum Ehrenmal: vergessene Geschichte

In der Reihe Historische Ansichten werfen Rostocks bekannter Fotograf Gerhard Weber und Thomas Werner aus dem Rostocker Kulturamt einen Blick zurück in die Vergangenheit der Hansestadt. Diesmal steht die Umwandlung eines Denkmals für den mecklenburgischen Großherzog Friedrich Franz III. im Rosengarten im Mittelpunkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war von dem ursprünglichen Denkmal nur noch ein quadratischer Sockel aus zwei umlaufenden Stufen erhalten.

Vom Denkmal zur Mahnstätte

Auf diesem Sockel wurde 1946 das „Ehrenmal für die Opfer des Faschismus“ errichtet. Der Entwurf stammt von Hans Stridde (1902-1963). Das Mahnmal besteht aus Granit und einer metallenen Feuerschale. An allen vier Seiten prangt ein auf der Spitze stehendes Dreieck, das symbolisch für die Verfolgten des Nationalsozialismus steht. Darüber befinden sich die Buchstaben KZ, die auf die Konzentrationslager verweisen.

Nutzung zu DDR-Zeiten

Der Platz um das Mahnmal erhielt zu DDR-Zeiten ein schmuckloses Umfeld und wurde regelmäßig für Gedenkveranstaltungen genutzt. Die Umgestaltung spiegelt den Wandel vom Denkmal für einen Fürsten hin zu einer Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes wider. Die Historischen Ansichten von Gerhard Weber und Thomas Werner dokumentieren diese Veränderungen und laden dazu ein, die Geschichte Rostocks neu zu entdecken.

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