Großbrand in der Toskana: 3500 Menschen evakuiert
Seit Tagen lodern die Flammen in der Toskana, ein Ende ist nicht in Sicht. Ein gewaltiger Waldbrand zwischen Lucca und Pisa hat bereits rund 800 Hektar Land erfasst – eine Fläche so groß wie über 1000 Fußballfelder. Die Feuerwalze bedroht ganze Ortschaften, mehr als 3500 Menschen mussten bereits fliehen.
Besonders heftig wütet der Brand im Hinterland der beliebten Urlaubsregion rund um den Monte Faeta bei San Giuliano Terme. Starke Winde treiben die Flammen immer weiter vor sich her und erschweren die Löscharbeiten erheblich. Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr und Zivilschutz sind im Dauereinsatz, unterstützt von Löschflugzeugen und Hubschraubern. Die Flammen breiten sich weiter aus und nähern sich immer wieder Wohngebieten.
Kleines Feuer wird zum Inferno
Als mögliche Ursache gilt ein zunächst kleiner Brand auf einem Privatgrundstück. Ein Landwirt soll italienischen Medienberichten zufolge Olivenzweige verbrannt haben – dann gerieten die Flammen außer Kontrolle. Inzwischen ist auch die italienische Armee im Einsatz. Soldaten unterstützen die Einsatzkräfte vor allem bei Evakuierungen und der Versorgung der Bevölkerung.
Toskanas Regionalpräsident Eugenio Giani sprach von einer „sehr schwierigen Situation, auf die wir unsere ganze Kraft konzentrieren müssen“. Die Lage bleibt angespannt: Immer wieder lodern neue Brandherde auf. Behörden warnen, dass sich das Feuer durch den anhaltenden Wind weiter ausbreiten könnte.
Evakuierte in Turnhallen untergebracht
Die Behörden haben Notunterkünfte eingerichtet, viele Evakuierte sind in Turnhallen untergebracht. Für die betroffenen Gebiete gelten weiterhin Sicherheitswarnungen. Wie lange der Einsatz noch dauern wird, ist derzeit nicht absehbar. Unklar ist bislang, ob auch Urlauber betroffen sind. Die Toskana zählt zu den beliebtesten Reisezielen Italiens – auch viele Deutsche machen hier regelmäßig Urlaub.



