Koalition mit Krauses Grünen: Darum scheiterten die Volt-Verhandlungen in München
Warum die Volt-Koalition in München scheiterte

Die überraschende Wende nach der Münchner Stadtratswahl: Statt einer Fortsetzung der progressiven Koalition aus Grünen, SPD und Volt verhandelt Oberbürgermeister Dominik Krause nun mit einer Ampelkoalition plus Freie Wähler. Grund dafür war das Scheitern der Gespräche mit Volt. Jetzt äußert sich Volt-OB-Kandidat Felix Sproll und gibt Fehler zu.

Hintergrund der gescheiterten Verhandlungen

Viele Münchner hatten nach der Wahl erwartet, dass die bisherige Koalition aus Grünen, SPD und Volt weiterregieren würde, da sie erneut eine Mehrheit erzielte. Doch es kam anders: Nach tagelangen Sondierungsgesprächen beendete Felix Sproll die Verhandlungen. Damals hieß es in einer Pressemitteilung von Volt, nicht inhaltliche Differenzen, sondern die Forderung nach mindestens drei Referenten-Posten sei der Grund gewesen. Nun räumt Sproll in einem Instagram-Video ein, dass Volt Fehler gemacht habe.

Sprolls Fehleranalyse

In dem Video erklärt Sproll, dass Volt in den vergangenen Wochen intensiv versucht habe, die Gespräche wieder aufzunehmen – jedoch erfolglos. Inzwischen stehen die Koalitionsverhandlungen zwischen Grünen, SPD, FDP und Freien Wählern kurz vor dem Abschluss. Sproll nennt zwei Dinge, die er im Nachhinein anders machen würde: Erstens habe Volt Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen verwechselt. „Im Nachhinein betrachtet, haben wir dann vielleicht zu früh zu konkret Dinge diskutiert, die eigentlich in Koalitionsverhandlungen gehören“, so Sproll. Zweitens sei die Kommunikation über das Ende der Sondierungen ein Fehler gewesen. Die Grünen hätten eine klare Deadline gesetzt: Bis Donnerstagmittag müsse eine Einigung stehen, sonst sei das Ganze vorbei. Da es zu diesem Zeitpunkt keine Einigung gab, erklärte Volt die Gespräche per Mitteilung für beendet. Sproll bezeichnet dies als Fehler: Er hätte es den Grünen überlassen sollen, zu kommunizieren, wie es weitergeht. Deshalb habe er keine 24 Stunden später versucht, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. „Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, um doch noch eine progressive Koalition für München zu ermöglichen“, betont Sproll. Nun stellt sich Volt auf die Oppositionsarbeit ein.

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