Washington – Erneut ein Beben im Trump-Kabinett: Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer ist entlassen worden. US-Präsident Donald Trump (79) feuerte die 58-Jährige nach schweren Vorwürfen des Machtmissbrauchs in ihrem Ministerium. Sie soll eine Affäre mit einem Untergebenen gehabt, während des Dienstes Alkohol getrunken und Dienstreisen mit privaten Angelegenheiten vermischt haben. Mehrere hochrangige Mitarbeiter – darunter der Stabschef, der Vize-Stabschef und Sicherheitskräfte – mussten bereits vor ihr gehen.
Häufung von Entlassungen weiblicher Minister
In Washington brodelt es. Sofort wird auf zwei weitere prominente Abgänge von Ministerinnen verwiesen. Die große Frage: Hat Trump ein Frauenproblem in seiner Regierung?
Kristi Noem: Heimatschutzministerin gefeuert
Als erste traf es Heimatschutzchefin Kristi Noem. Die Ex-Gouverneurin von South Dakota stand nach tödlichen Schüssen durch Beamte bei Abschieberazzien in Minneapolis mit zwei Opfern massiv unter Druck. Gleichzeitig sorgte sie selbst für Schlagzeilen: 220 Millionen Dollar hatte sie für eine Werbekampagne ausgegeben – in der sie sich eher selbst inszenierte, etwa mit Auftritten zu Pferd vor dem Mount Rushmore. Auch eine angebliche Affäre mit ihrem inoffiziellen Stabschef Corey Lewandowski (52) machte die Runde. Pikant: In ihrem Regierungsflieger soll ein Doppelbett eingebaut gewesen sein.
Pam Bondi: Justizministerin entlassen
Dann der nächste Knall: Justizministerin Pam Bondi bekam den „You’re fired!“-Anruf – Minuten vor einer geplanten Rede. Ihr Verhängnis: das Chaos rund um die Freigabe der Akten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66). Dazu kam Trumps Frust, dass mehrere politisch brisante Verfahren gegen vermeintliche „Feinde“ scheiterten – etwa gegen Ex-FBI-Chef James Comey (65) oder New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James (67).
Tulsi Gabbard: Nächste auf der Kippe?
Ist das Frauen-Trio nur der Anfang eines größeren Umbaus? Im Fokus steht nun Tulsi Gabbard. Ihr Posten als Direktorin der nationalen Geheimdienste wackelt, seit sie Trump öffentlich widersprach – bei der Frage, ob der Iran eine „unmittelbare Bedrohung“ sei. Und selbst im engsten Umfeld gibt es Nervosität: Trump fragte einmal nach Kritik an der ständig negativen Berichterstattung, ob Pressesprecherin Karoline Leavitt (28) ihren Job verlieren solle. Es war als Witz gemeint, doch sie lächelte eher verlegen.
Vergleich mit Trumps erster Amtszeit
Drei Frauen raus in wenigen Wochen – Erinnerungen an die erste Amtszeit werden wach. Damals ging es noch turbulenter zu: In den ersten 15 Monaten tauschte Trump rund ein Dutzend Spitzenleute aus. Legendär: Kommunikationschef Anthony Scaramucci (62) flog nach nur zehn Tagen. Washington sprach vom „Drehtür-Effekt“. Ob dies nun ein erneutes Muster ist, bleibt abzuwarten. Klar ist: Die Entlassungen der drei Ministerinnen werfen Fragen nach dem Umgang des Präsidenten mit weiblichen Führungskräften auf.



