Deutschlands Rüstungsausgaben steigen um 24 Prozent auf 97 Milliarden Euro
Rüstungsausgaben: Deutschland steigert Militäretat um 24 Prozent

Deutschlands Rüstungsausgaben steigen rasant

Die deutschen Militärausgaben sind im vergangenen Jahr auf 97 Milliarden Euro gestiegen – ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit belegt die Bundesrepublik 2025 den vierten Platz der weltweit größten Militärausgaben. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (Sipri) hervor.

Weltweite Militärausgaben auf Rekordniveau

Laut Sipri stiegen die globalen Rüstungsausgaben im Jahr 2025 um 2,9 Prozent auf 2,89 Billionen US-Dollar. Das entspricht 2,5 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung – der höchste Wert seit 2009. Haupttreiber des Anstiegs war Europa, wo die Ausgaben um 14 Prozent auf 864 Milliarden Dollar zulegten. Neben den anhaltend hohen Ausgaben Russlands (plus 6 Prozent) und der Ukraine (plus 20 Prozent) im vierten Jahr des Krieges sorgten vor allem die europäischen Nato-Staaten für das stärkste Wachstum in Mittel- und Westeuropa seit Ende des Kalten Krieges.

Rückgang in den USA und Nahost

Die US-Militärausgaben sanken dagegen um 7,5 Prozent auf 954 Milliarden Dollar. Grund dafür war laut Experten der Stopp neuer finanzieller Militärhilfen für die Ukraine durch US-Präsident Donald Trump. In den drei Vorjahren hatten die USA insgesamt 127 Milliarden Dollar an Hilfen bereitgestellt. Der Rückgang dürfte jedoch nur vorübergehend sein: Der US-Kongress bewilligte für 2026 Mittel von über einer Billion Dollar, die bis 2027 auf 1,5 Billionen Dollar steigen könnten.

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Auch im Nahen Osten gingen die Ausgaben 2025 zurück. Israel gab mit dem Abflauen des Gaza-Krieges 4,9 Prozent weniger aus (48,3 Milliarden Dollar). Der Iran verzeichnete das zweite Jahr in Folge einen Rückgang um 5,6 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar.

Konzentration auf wenige Länder

Die drei größten Geldgeber – USA, China und Russland – kamen zusammen auf 1,48 Billionen Dollar, gut die Hälfte der weltweiten Ausgaben. Angesichts aktueller Krisen und langfristiger Ziele vieler Staaten dürfte das globale Wachstum der Rüstungsausgaben auch in den kommenden Jahren anhalten, so der Bericht.

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