Gianni Infantino kandidiert erneut für FIFA-Präsidentschaft
Infantino kandidiert erneut für FIFA-Präsidentschaft

Gianni Infantino hat seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit als Präsident des Internationalen Fussballverbandes (FIFA) bekannt gegeben. Beim FIFA-Kongress im kanadischen Vancouver erklärte der 56-jährige Schweizer, dass er sich bei der Vollversammlung im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen werde. Ein Gegenkandidat ist derzeit nicht in Sicht, und eine Bestätigung Infantinos gilt als reine Formsache.

Breite Unterstützung aus mehreren Kontinenten

Bereits vor der offiziellen Ankündigung hatten die südamerikanische Konföderation CONMEBOL, die afrikanische CAF sowie die asiatische AFC Infantino ihre Unterstützung zugesichert. Diese drei Verbände verfügen zusammen über mehr als die Hälfte der 211 Stimmen bei der FIFA-Präsidentschaftswahl. Die Europäische Fussball-Union UEFA hat sich hingegen noch nicht positioniert.

Infantino sieht FIFA in bester Verfassung

„Die FIFA ist heute definitiv eine respektierte und vertrauenswürdige Organisation“, sagte Infantino am Donnerstag. Der Weltverband sitze an den „wichtigsten Tischen“ und habe einen „echten Einfluss“. Die FIFA sei „in der besten Verfassung aller Zeiten“. Kritiker werfen ihm dagegen vor, sich von den Reformen aus dem Jahr 2016 abgewandt zu haben.

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Machtausbau und Statutenänderung

Infantino war vor zehn Jahren auf Joseph Blatter an der FIFA-Spitze gefolgt und wurde 2019 sowie 2023 jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Unter seiner Führung verzeichnete die FIFA Rekordeinnahmen. Eine Statutenänderung, die das FIFA-Council vor vier Jahren beschloss, ermöglicht es Infantino, bis 2031 im Amt zu bleiben. Seine erste Amtszeit von 2016 bis 2019 wertete das Gremium nicht als vollständig, sodass eine Wiederwahl im nächsten Jahr aufgrund der Amtszeitbegrenzung seine letzte wäre.

Kritik wegen Nähe zu Trump

Zuletzt stand Infantino wegen seiner engen Beziehung zum US-Präsidenten Donald Trump in der Kritik. Die Organisation Fair Square reichte eine Beschwerde bei der FIFA-Ethikkommission ein, da mögliche Verstösse gegen die politische Neutralität vorlägen. Der norwegische Verband unterstützte als einziger der 211 FIFA-Mitgliedsverbände diese Beschwerde. Ansonsten ist im FIFA-Umfeld kaum öffentliche Kritik an Infantino zu vernehmen.

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