Kommentar: Das war schäbig, DGB!
Während der Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) machten Delegierte mehr als deutlich, dass ihnen die Politik der Bundesregierung nicht passt. Ein Kommentar von Burkhard Uhlenbroich.
Gewerkschafter müssen für die Arbeitnehmer kämpfen. Dazu gehört Protest, mal leise, mal laut. Zur politischen Auseinandersetzung gehört aber auch: dem anderen zuzuhören. Gerade dann, wenn man ihn als Gastredner einlädt.
Das, was die DGB-Delegierten mit dem Bundeskanzler gemacht haben, hatte mit Anstand und Respekt nichts mehr zu tun. Es war ein abgekartetes Spiel, ein Drehbuch der Intoleranz. Friedrich Merz hätte beim DGB die Goldesel versprechen können – er wäre trotzdem ausgebuht worden. Mobbing mit Ansage!
Jetzt steht auch die Glaubwürdigkeit von DGB-Chefin Yasmin Fahimi auf dem Spiel. Wer solche Aktionen toleriert oder gar orchestriert, mutiert vom Verhandlungspartner zum Krawallmacher.
Deutschland steckt in der wohl längsten Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg. Mehr denn je sind Reformen nötig, um den Jobabbau zu stoppen und den Sozialstaat zu sichern. Fahimi muss schleunigst klarstellen, um was es ihr wirklich geht.
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