Die ehemalige US-Heimatschutzministerin Kristi Noem (54) sorgt für neue Kontroversen in Washington. Obwohl sie bereits Anfang März aus dem Amt entlassen wurde, nutzt sie weiterhin ein exklusives Haus am Wasser auf der Joint Base Anacostia-Bolling, einem Militärstützpunkt in der Hauptstadt. Augenzeugen berichten dem „Wall Street Journal“, dass ihr schwarzer SUV noch diese Woche vor der Luxus-Immobilie gesichtet wurde. Auch die Küstenwache will Noem zuletzt mehrfach auf dem Gelände gesehen haben.
Haus eigentlich für Chef der Küstenwache reserviert
Das Haus auf der Joint Base Anacostia-Bolling ist eigentlich für den Kommandanten der Küstenwache vorgesehen. Noem zog dort ein, nachdem US-Präsident Donald Trump (79) im vergangenen Jahr die damalige Kommandantin Linda Fagan (62) entlassen hatte. Seither blieb sie offenbar einfach in der Unterkunft wohnen – selbst nach ihrem Rauswurf Anfang März, als Markwayne Mullin (48) als neuer Minister bestätigt wurde.
Noem verteidigt sich: „Ich miete meinen Wohnort“
Noem hatte sich bereits zuvor vor dem Kongress gegen Vorwürfe verteidigt. Sie beteuerte: „Ich kann Ihnen auch sagen, dass ich diese Unterkunft miete.“ Und weiter: „Ich miete meinen Wohnort und bezahle das aus eigener Tasche.“ Doch nun wird es eng: Der aktuelle Küstenwachen-Chef, Admiral Kevin Lunday (60), will offenbar selbst einziehen – und zwar „in Kürze“, wie Insider dem „Wall Street Journal“ sagten.
Ungewöhnliche Praxis: Minister in Militärunterkünften
Eigentlich ist es in den USA ungewöhnlich, dass Minister staatliche Wohnungen erhalten. Doch Noem war nicht die Einzige: Mehrere Trump-Vertraute zogen in Militärunterkünfte, nachdem ihre Privatadressen öffentlich geworden waren. Das Außenministerium und das Heimatschutzministerium reagierten nicht auf Anfragen des „Wall Street Journal“ mit der Bitte um eine Stellungnahme.
Gerüchte um engen Vertrauten Corey Lewandowski
Zusätzlichen Zündstoff liefern Berichte über Noems engen Vertrauten Corey Lewandowski (52), der immer wieder an der Immobilie gesehen wurde – zuletzt noch in diesem Monat. Er wiegelt ab: „Zahlreiche Personen haben Ms. Noem in geschäftlicher Funktion in dem Haus besucht.“ Doch Gerüchte über eine Affäre reißen nicht ab. Fotos zeigen, wie Lewandowski regelmäßig zwischen seiner Wohnung und Noems früherem Apartment pendelte. Beide sind verheiratet, eine Affäre dementieren sie. Insider sagen dem „Wall Street Journal“ jedoch: Viel verborgen hätten sie nicht.
Weitere Vorwürfe: 70 Millionen Dollar für Privatjet
Und das ist noch nicht alles: Laut Berichten sollen Noem und Lewandowski satte 70 Millionen Dollar für einen Privatjet ausgegeben haben – inklusive Schlafzimmer mit Queensizebett. Insgesamt sollen mehr als 200 Millionen Dollar an Steuergeld, etwa für auf Noem zugeschnittene Werbung, geflossen sein. Die Affäre wirft weiterhin Fragen auf und belastet die politische Diskussion in Washington.



