In Wiesbaden ist am Dienstagnachmittag ein 500-Kilogramm schwerer Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die amerikanische Fliegerbombe wurde bei Sondierungsarbeiten an der Zufahrt von der Bundesstraße 455 zur Lucius D. Clay Kaserne im Stadtteil Erbenheim gefunden. Der Blindgänger wurde umgehend gesichert, teilte die Stadt mit.
Entschärfung für Mittwoch geplant
Für Mittwoch, den 13. Mai 2026, ist die Entschärfung oder kontrollierte Sprengung der Bombe vorgesehen. Die Maßnahme soll um 11 Uhr beginnen. Die Behörden haben einen Sperrkreis mit einem Radius von 700 Metern um den Fundort eingerichtet. In diesem Bereich müssen die Bewohner ihre Häuser bis 9 Uhr verlassen. Rund 50 Anwohner sind von der Evakuierung betroffen.
Verkehrsbeeinträchtigungen erwartet
Die Entschärfung hat auch Auswirkungen auf den Verkehr. Die Autobahn 66 zwischen den Anschlussstellen Erbenheim und Nordenstadt wird ab 10:30 Uhr voll gesperrt. Zudem ist die Bahntrasse Wiesbaden-Köln von den Einschränkungen betroffen. Auch im Busverkehr kann es zu minimalen Behinderungen kommen. Die Stadt empfiehlt, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Betreuungsstelle für Betroffene
Für Menschen, die nicht bei Familie, Freunden oder Bekannten außerhalb der Sperrzone unterkommen können, hat die Stadt eine Betreuungsstelle eingerichtet. Diese befindet sich in der Johanniter-Rettungswache in Amöneburg. Dort erhalten die Evakuierten Unterstützung und können die Zeit bis zur Entschärfung verbringen.
Hintergrund: Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg
Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg werden in Deutschland immer wieder bei Bau- oder Sondierungsarbeiten entdeckt. Die amerikanische Fliegerbombe in Wiesbaden ist ein weiteres Beispiel für die bis heute andauernde Gefahr durch nicht explodierte Kampfmittel. Die Behörden gehen bei solchen Funden stets mit größter Vorsicht vor, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.



