In Niedersachsen steigt die Zahl rechtsextremer Straftaten an Schulen weiter an. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf Daten des Landeskriminalamts berichtet, wurden im Jahr 2024 insgesamt 322 politisch rechts motivierte Delikte in Bildungseinrichtungen registriert. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 waren es lediglich 133 Fälle. Die Daten wurden vom Kultus- und Innenministerium vorgelegt.
Häufigste Delikte: Symbole und Volksverhetzung
Die Mehrzahl der erfassten Straftaten betrifft die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, etwa rechtsextreme Symbole. Mit 243 Fällen macht diese Kategorie den Großteil aus. Daneben wurden 42 Fälle von Volksverhetzung, 19 Sachbeschädigungen sowie zahlreiche Beleidigungen registriert.
Antisemitische Straftaten vervierfacht
Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei antisemitischen Straftaten. Deren Zahl stieg von 6 Fällen im Jahr 2022 auf 24 Fälle im Jahr 2024 – eine Vervierfachung. Die Statistik erfasst nicht nur Schulhöfe, Klassen- und Lehrerzimmer, sondern sämtliche Tatorte im Bildungsbereich, einschließlich Hochschulen.
Das Innenministerium bewertete die Entwicklung als besorgniserregenden Trend. Laut Kultusministerium werden strafbare Handlungen in den Schulen konsequent angezeigt. Gleichzeitig würden Vorfälle im Schulalltag pädagogisch aufgearbeitet, um präventiv zu wirken.



