Nach den Schüssen beim Korrespondentendinner in Washington stehen die Pläne für den bevorstehenden Staatsbesuch des britischen Königspaares in den USA auf dem Prüfstand. Der Buckingham-Palast teilte mit, dass die Sicherheitslage neu bewertet werde.
Gespräche zwischen London und Washington
Ein Palastsprecher erklärte gegenüber der britischen Nachrichtenagentur PA, dass es im Laufe des Tages eine Reihe von Gesprächen geben werde. Dabei solle mit US-Kollegen und den entsprechenden Teams erörtert werden, in welchem Maße die Ereignisse vom Samstag die Reisepläne beeinflussen könnten. König Charles werde vollständig über die Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten.
Erleichterung über Unversehrtheit der Gäste
Der König sei „sehr erleichtert zu hören, dass der Präsident, die First Lady und alle Gäste unverletzt geblieben sind“, so der Sprecher weiter. Der Vorfall hatte sich am Samstagabend ereignet, als ein bewaffneter Mann versuchte, in den Ballsaal eines Hotels in Washington zu gelangen. Dort nahmen Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trump sowie Kabinettsmitglieder an einem Dinner mit US-Hauptstadtkorrespondenten teil.
Geplanter Ablauf des Staatsbesuchs
Das Königspaar soll am Montag zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Washington eintreffen. Auf dem Programm stehen unter anderem Treffen mit US-Präsident Donald Trump, ein Staatsbankett sowie eine Rede vor dem Kongress. Zudem sind Termine in New York geplant. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern gelten derzeit als angespannt, unter anderem wegen der Entscheidung des britischen Premierministers Keir Starmer, sich nicht an einem möglichen militärischen Vorgehen der USA und Israels gegen den Iran zu beteiligen. Diese Haltung soll in Washington für deutliche Verstimmung gesorgt haben.
Zusätzliche Belastung durch Epstein-Affäre
Die Diskussionen über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein belasten den Besuch zusätzlich. Insbesondere die früheren Kontakte von Prinz Andrew, dem Bruder von König Charles, zu Epstein werfen Fragen auf. Die Affäre hat in Großbritannien bereits für erhebliche politische und mediale Aufmerksamkeit gesorgt.
Vorfall am Samstagabend
Am Samstagabend versuchte ein bewaffneter Mann, in den Ballsaal des Hotels zu gelangen, in dem das Korrespondentendinner stattfand. Als Schüsse fielen, wurden das Präsidentenpaar sowie weitere Regierungsmitglieder in Sicherheit gebracht. Ein Beamter wurde bei dem Vorfall verletzt. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden von verschiedener Seite als lax kritisiert. Der mutmaßliche Angreifer konnte festgenommen werden. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.
Auswirkungen auf den Besuch
Es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Form der Staatsbesuch stattfinden wird. Die Sicherheitsbehörden beider Länder arbeiten eng zusammen, um die Lage zu bewerten. Der Buckingham-Palast betonte, dass alle Entscheidungen in Abstimmung mit den US-Behörden getroffen würden. König Charles zeigte sich in ersten Stellungnahmen besorgt, aber auch zuversichtlich, dass die Reise wie geplant durchgeführt werden könne.
Weitere Details zu den Hintergründen des Schützen von Washington werden derzeit ermittelt. Die Polizei hat bislang keine Angaben zu einem möglichen Tatmotiv gemacht. Die Öffentlichkeit wartet gespannt auf weitere Informationen.



