In einer groß angelegten Übung trainieren mehr als 100 Elitepolizisten aus 16 Ländern im niederrheinischen Weeze gemeinsam für den Ernstfall. Die Spezialeinsatzkommandos (SEK) üben realistische Szenarien wie Geiselbefreiungen und die Bewältigung von Terroranschlägen.
Internationale Zusammenarbeit der Spezialeinheiten
Die Übung, die unter dem Namen „Atlas“ läuft, bringt Eliteeinheiten aus ganz Europa zusammen, darunter die deutsche GSG 9. Ziel ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die taktischen Fähigkeiten der Einsatzkräfte zu stärken. Die Polizisten trainieren in einem eigens dafür hergerichteten Übungsgelände, das reale urbane Umgebungen nachbildet.
Realistische Szenarien für den Ernstfall
Die Übungsszenarien sind so realistisch wie möglich gestaltet. Dazu gehören Geiselnahmen in Gebäuden, Anschläge auf öffentliche Einrichtungen und die Befreiung von Entführten. Die Einsatzkräfte müssen unter Zeitdruck und mit hohem Risiko agieren, um die gestellten Aufgaben zu lösen.
Die Teilnehmer loben die Übung als wertvolle Gelegenheit, voneinander zu lernen und sich auf gemeinsame Einsätze vorzubereiten. „Solche Übungen sind entscheidend, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können“, sagte ein Sprecher der GSG 9.
Hintergrund: Das Atlas-Netzwerk
Das Atlas-Netzwerk wurde nach den Terroranschlägen von Madrid 2004 gegründet und umfasst mittlerweile 38 Spezialeinheiten aus 30 europäischen Ländern. Regelmäßige gemeinsame Übungen wie in Weeze sollen die Einsatzfähigkeit und die Koordination der Einheiten verbessern.
Die Übung in Weeze dauert mehrere Tage und wird von Beobachtern aus verschiedenen Polizeibehörden begleitet. Die Ergebnisse fließen in die weitere Ausbildung und die Optimierung der Einsatzstrategien ein.



