Nach der tödlichen Amokfahrt in Leipzig hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund auf das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Offenheit in Städten hingewiesen. Trotz umfangreicher Sicherheitskonzepte ließen sich derartige Taten nie vollständig verhindern, betonte der Verband.
Zufahrtssperren als Schutzmaßnahme
„Es gibt sogenannte Zufahrtssperren, das sind Betonblöcke oder ähnliche Hindernisse, die solche Taten verhindern sollen“, erklärte Pressesprecher Alexander Handschuh. Doch eine hundertprozentige Sicherheit werde es trotz aller Konzepte in Städten, Gemeinden und bei Veranstaltungen nie geben. „Wir können die nicht zu Festungen ausbauen.“
Stadtplanung anpassen
An Orten mit hohem Menschenaufkommen werde die Stadtplanung nach und nach angepasst, um Taten wie in Leipzig zu verhindern, so Handschuh. „Es ist immer ein Zielkonflikt zwischen bestmöglichem Schutz der Menschen und der Offenheit, die wir in Städten und Gemeinden leben wollen.“
Bei der Amokfahrt am Montag durch die Leipziger Innenstadt wurden zwei Menschen getötet und drei weitere schwer verletzt. Die genaue Zahl der Verletzten sowie das Motiv des Täters sind weiterhin unklar. Der 33-jährige deutsche Verdächtige wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen.



