Waldbrandgefahr in Sachsen: Neue Löschfahrzeuge und Hubschrauber
Waldbrandgefahr in Sachsen: Neue Löschfahrzeuge

Die Waldbrandgefahr in Sachsen steigt mit der jahreszeitlichen Trockenheit. Während in der Böhmischen Schweiz seit dem Wochenende ein Großaufgebot gegen ein Feuer kämpft, sieht sich der Freistaat gut gerüstet. Innenminister Armin Schuster (CDU) übergab am Montag 15 neue Feuerwehrfahrzeuge an die Landkreise.

Neue Fahrzeuge und Luftunterstützung

Im Rahmen des Waldbrandschutzkonzepts hat Sachsen insgesamt vier geländegängige Kommandowagen, 15 Tanklöschfahrzeuge-Waldbrand und sechs Großtanklöschfahrzeuge angeschafft, teilte das Staatsministerium des Innern mit. Zudem seien Einheiten für die Luftunterstützung im Aufbau. Aktuell nutzt Sachsen Hubschrauber der Landespolizei, die bis zu 300 Liter Wasser transportieren können. Drei neue Maschinen sollen künftig bis zu 800 Kilogramm Lasten tragen.

Löscharbeiten in der Böhmischen Schweiz

Tschechien hatte für die Bekämpfung des Feuers nahe der sächsischen Grenze bei Jetrichovice Luftunterstützung aus der Slowakei angefordert. Zwei Sikorsky UH-60 Black Hawk Hubschrauber sollten eintreffen. Mindestens acht Helikopter waren für Wasserabwürfe vorgesehen, rund 400 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Ein Gesuch um Hilfe aus Sachsen gab es nicht, aber die Meldeketten wurden nach dem Großbrand 2022 aktualisiert.

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Munitionsbelastete Flächen: Diskussion um Räumung

Seit dem Wochenende kämpfen Einsatzkräfte in Brandenburg gegen ein Feuer auf einem munitionsbelasteten Gelände bei Jüterbog. Ähnliche Probleme gab es in der Gohrischheide in Sachsen. Die hohe Explosionsgefahr erschwert die Löscharbeiten. Sachsenforst-Sprecher Marco Horn betonte: „Wir können nicht überall hinfahren, wo es brennt.“ Das Umweltministerium plant, einzelne Flächen zu räumen, lehnt aber eine Vollräumung aus Kostengründen ab – ein Hektar kostet etwa eine Million Euro.

Bessere Ausrüstung für Feuerwehrleute

Eine parlamentarische Initiative von BSW, CDU und SPD will Feuerwehrleute bei Waldbränden auf früherem Militärgelände besser schützen. BSW-Fraktionschef Ronny Kupke sagte: „Brände auf munitionsbelasteten Flächen sind Hochrisiko-Einsätze.“ Gefordert werden geschützte Löschtechnik, genaue Lagebilder, bessere Behördenabstimmung und eine verlässliche Finanzierung für die Beräumung. Der Antrag soll in der kommenden Woche im Landtag beschlossen werden.

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