Prozessauftakt in Düsseldorf: Biologe erschlägt Frau und Baby mit Küchenbeil
Dr. Erik C. (44) gestand gestern vor Gericht die Tat. Seine Entscheidung, die Medikamente abzusetzen, kostete zwei Menschen das Leben. Weil der Biologe seine Frau mit der kleinen Tochter unterstützen wollte, setzte er seine Medikamente ab. Fatal: Seine paranoide Psychose gewann wieder die Oberhand und der Wissenschaftler griff zum Küchenbeil. Jetzt steht der Slowake vor Gericht.
Die Tat: Ende November 2025 in Düsseldorf-Oberbilk
Ende November 2025 hatte der Biologe seine 31-jährige chinesische Frau Ruimin Z. und das gemeinsame Baby (zwei Monate) in der Wohnung im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk (Nordrhein-Westfalen) getötet. Anschließend wollte er sich selbst umbringen, verletzte sich schwer, rief dann aber den Notarzt. Retter und Polizisten fanden die Leichen von Frau und Säugling und brachten Erik C. ins Krankenhaus. Nur kurz vor seiner Tat postete der Biologe stolz ein Bild mit seiner Tochter.
Sicherungsverfahren statt Strafprozess
Da der Mann sehr wahrscheinlich aufgrund seiner Psychose im Zustand der Schuldunfähigkeit handelte, startete am Montag kein Strafprozess wegen Totschlags, sondern ein sogenanntes Sicherungsverfahren. Es geht also nicht um eine Freiheitsstrafe, sondern um eine dauerhafte Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie.
„Ich wachte auf und hielt ein Messer in der Hand“
Nachdem der Staatsanwalt den Tatvorwurf verlesen hatte, ließ Erik C. über seinen Anwalt erklären: „Was sie gehört haben, ist wahr. Er ist derjenige, der Frau und Kind getötet hat.“ Erik C. ergänzte: „Ich erinnere mich nur, dass ich aufgewacht bin mit einem Messer in der Hand.“ Damit meint er die Tatwaffe: ein chinesisches Küchenbeil. Es habe keinen Streit gegeben. Er habe Mitteilungen erhalten, diese „visuellen und akustischen Nachrichten“ hätten ihm gesagt, dass er „die Tat ausführen sollte“, erklärte C. dem Gericht. Seine Frau erlitt 24 Verletzungen, die kleine Linna fünf. Beide verbluteten. Laut dem Gutachter ist der Biologe paranoid schizophren.
Das Familien-Glück schien perfekt
Seine Frau hatte der Biologe 2019 in China kennengelernt. Nach erfolgreichem Studium schrieb er an seiner Doktorarbeit und machte in der Heimat seiner Frau ein Praktikum. Ein Jahr später kam auch Ruimin Z. nach Deutschland und ging ans Institut für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen der Universität Münster. 2024 heiratete das Paar in China. Als Ruimin Z. schwanger wurde, schien das Glück perfekt. Deshalb setzte Erik C. Anfang 2025 seine Medikamente ab. Die Beziehung mit Ruimin habe dem Mann nach eigener Aussage so gutgetan, dass sich sein Zustand stark verbesserte und er meinte, gesund zu sein. Eine fatale Einschätzung.



