Loitz in Vorpommern war am ersten Maiwochenende 2026 der Treffpunkt für Oldtimer-Liebhaber. Das 12. Oldtimertreffen der Oldtimerfreunde Loitz lockte tausende Besucher an. Bereits am Sonnabendvormittag bildete sich eine lange Schlange am Eingang. „Das ist der Wahnsinn. Wir haben so viel zu tun. Das muss an diesem fantastischen Wetter liegen“, sagte Lutz Simanowski, Mitglied im Verein, mit einem Augenzwinkern. Doch es war nicht nur das Wetter, das die Massen anzog.
Tausende Fahrzeuge in der Peenestadt
Trabants, Mopeds, Traktoren und Lkw – alle in die Jahre gekommen und auf Hochglanz poliert – waren Teil des Events. Der Verein hatte zum 12. Mal organisiert. „Wir sind an zwei Tagen mit vollem Programm dabei. Das Wetter soll super werden. Wir sind ganz optimistisch, wieder etwas Tolles auf die Beine zu stellen“, sagte Vereinsvorsitzender Mario Kehrle vorab. Seine Erwartungen wurden übertroffen: Allein am ersten Tag kamen rund 6000 Besucher, Kinder und Erwachsene.
An der Grenze des Machbaren
Trotz der großen Freude über die Resonanz sei man damit am Limit des Machbaren, fügte Kehrle hinzu. Die Crew besteht aus 20 Leuten, die alles gemeinsam realisieren. Mehr als dieses Mal könnten sie organisatorisch nicht leisten. Dennoch steht fest: „Im Herbst wird es ein kleines, ein letztes Treffen vor dem Winterschlaf in Loitz geben. Das werden wir für einen Tag anbieten“, kündigte Kehrle an.
Aktionen und Stände kamen gut an
Die Aktionen wie Tractor-Pulling, Pflügen, Flohmarkt und Ersatzteilstände kamen ausgezeichnet an. Die Verpflegung klappte super. Besonders gut angenommen wurde der Prüfstand für Zweiräder von MC-Schenkenberg, der im nächsten Jahr wiederkommen will. Hunderte Mopeds und Motorräder wurden auf einem Platz versammelt, wo gefachsimpelt und Kontakte ausgetauscht wurden.
Werner Schumann und sein Peugeot von 1934
Ein Highlight war der Loitzer Werner Schumann, der seinen Peugeot-Commercial, Baujahr 1934, präsentierte. Mit viel Liebe zum Detail hatte er das Fahrzeug unweit von Paris vor dem Verschrotten gerettet. Überraschend war das Schild „zu verkaufen“ an der Frontscheibe. „Einmal muss Schluss sein“, antwortete Schumann entschlossen, aber traurig. Seine Frau ist krank und auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie kann nicht mehr mitfahren oder an Treffen teilnehmen. „Ich möchte nicht mehr allein unterwegs sein“, erklärte er. Der Verkauf klappte am Wochenende nicht. „Ich bleibe dran. Es liegt mir viel am Herzen, dass das Fahrzeug in gute Hände kommt.“
Pokale für Tractor-Pulling
Zum Ausklang übergab Mario Kehrle Pokale an die Teilnehmer des Tractor-Pulling-Ausscheids. Auch diese Aktion wird im nächsten Jahr wieder stattfinden. Während Schumann wohl zum letzten Mal mit seinem Oldtimer dabei war, ließ der Gastgeber wissen: „Wir kommen aus der Nummer nicht mehr raus – wollen wir auch gar nicht.“



