München – Mit einem neonpinken Outfit hat Bayern-Youngster Lennart Karl in der Champions League für Aufsehen gesorgt. Klubpatron Uli Hoeneß zeigt sich wenig begeistert über den Modegeschmack des 18-Jährigen und kündigt an, das Gespräch mit ihm suchen zu wollen.
Hoeneß: „Pinker Anzug ist nie vernünftig“
Im DAZN-Interview äußerte sich Hoeneß deutlich: „Man muss ja nicht gerade im pinken Anzug im Internet auftauchen.“ Karl war beim 4:3-Sieg gegen Real Madrid verletzungsbedingt ausgefallen und in der Allianz Arena mit neonpinker Kleidung und Mütze erschienen. Der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters stellte klar: „Ein pinker Anzug ist nie vernünftig.“
Hoeneß betonte, dass Karl begreifen müsse, dass er durch Fußball überzeugen müsse. „Er muss die Menschen auf dem Platz begeistern“, lautete die deutliche Botschaft an den Linksfuß. Er kündigte an, Karl bei Gelegenheit zur Seite zu nehmen, um ihm zu zeigen, „was im Leben wichtig ist und was nicht“.
Hoeneß: Erst sportliche Entwicklung, dann Extravaganz
Hoeneß ist überzeugt, dass Bayern-Coach Vincent Kompany bereits mit Karl gesprochen hat. Zunächst solle sich der Youngster auf seine sportliche Entwicklung konzentrieren. „Wenn er in vier bis fünf Jahren noch ein beliebter Nationalspieler ist, dann kann er das Kostüm wieder aus dem Schrank holen – und vielleicht wieder tragen“, so Hoeneß.
Gestandenen Weltstars wie Bayerns Michael Olise, der bei der französischen Nationalmannschaft mit eigenwilligem Kleidungsstil auffällt, gestand Hoeneß mehr Extrovertiertheit zu: „Der ist ja auch schon Weltstar, da darf der das.“



