US-Präsident Donald Trump hat sich optimistisch über eine baldige Einigung mit Iran geäußert. In einem Telefoninterview mit dem Sender PBS sagte Trump, man sei „sehr nah dran“ an einer Vereinbarung. Eine Einigung könne möglicherweise noch vor seiner China-Reise in der kommenden Woche zustande kommen. Iran habe zugestimmt, keine Atomwaffen zu besitzen, erklärte Trump bei einer Pressekonferenz.
Gleichzeitig drohte Trump mit militärischer Eskalation, falls kein Deal zustande komme. Man müsse dann wieder damit anfangen, Iran „in Grund und Boden zu bombardieren“, sagte er. In seinem Onlinedienst Truth Social schrieb Trump: „Wenn sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardierungen, und zwar leider in einem weitaus größeren Umfang und mit einer weitaus höheren Intensität als vorher.“
Iran erklärte, das Abkommen werde noch geprüft. Teheran werde seine Positionen endgültig festlegen und sie dem Vermittler Pakistan mitteilen, sagte der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei. Pakistans Regierungschef Shehbaz Sharif zeigte sich zuversichtlich, dass ein dauerhafter Frieden möglich sei.
Nach US-Medienberichten arbeiten Washington und Teheran mit Vermittlern an einer einseitigen Absichtserklärung mit 14 Punkten. Das Papier soll einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen schaffen und den Krieg formell beenden. Diskutiert werden auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus.
Trump bestätigte mehrere Punkte einer möglichen Vereinbarung, darunter die Übergabe von hochangereichertem Uran an die USA. Auf die Frage, ob das Material in die USA gebracht werden solle, antwortete Trump: „Nein, nicht vielleicht. Es geht in die Vereinigten Staaten.“ Zudem solle Iran zusichern, keine unterirdischen Nuklearanlagen zu betreiben. Ein langjähriges Moratorium für iranische Urananreicherung sei vorgesehen, berichtete das Wall Street Journal.
Die USA hatten am Montag einen Militäreinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus begonnen, diesen jedoch einen Tag später vorläufig ausgesetzt. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe in Kraft, erklärte Trump. Am Mittwoch griff das US-Militär einen unter iranischer Flagge fahrenden Öltanker an, der die Blockade ignoriert hatte.



