Die WM-Gruppenphase endete mit einer verrückten Konstellation: Das späte 3:3 von Österreich gegen Algerien durch Sasa Kalajdzic in der sechsten Minute der Nachspielzeit hatte weitreichende Folgen für den Turnierbaum. Österreich sicherte sich damit Platz 2 in der Gruppe J, während Algerien als einer der besten Gruppendritten ebenfalls ins Sechzehntelfinale einzog.
Österreich trifft auf Titelmitfavorit Spanien
Für Österreich geht es im Sechzehntelfinale am Donnerstag (21 Uhr) gegen Spanien. Der amtierende Europameister steht auf Platz 3 der FIFA-Weltrangliste und gilt als einer der großen Favoriten auf den WM-Titel. Österreichs letzter Sieg gegen Spanien liegt 36 Jahre zurück. Nationaltrainer Ralf Rangnick (67) zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft und uns belohnt. Jetzt wartet eine große Herausforderung auf uns.“
Algerien profitiert von Gegentor
Algerien dagegen trifft am Freitag (5 Uhr) auf die Schweiz, die auf Platz 16 der Weltrangliste steht – ein vermeintlich leichterer Gegner. Kapitän Riyad Mahrez (35) erzielte gegen Österreich einen Doppelpack, doch der späte Ausgleich warf die Algerier auf Platz 3 der Gruppe. Dennoch reichte es dank des Rankings der Gruppendritten zum Weiterkommen. „Wir haben uns mehr verdient, aber wir nehmen das Weiterkommen an und werden alles geben gegen die Schweiz“, so Mahrez nach dem Spiel.
Iran als großer Verlierer
Der große Verlierer des verrückten Finals war der Iran. Das Team hoffte bis zuletzt auf den ersten Einzug in eine K.o.-Phase bei einer WM. Für drei Minuten sah es gut aus: Als Mahrez zum 3:2 traf (90.+3), rutschte der Iran als achtbester Gruppendritter ins Sechzehntelfinale. Doch dann köpfte Kalajdzic den Ausgleich (90.+6). Österreich wurde Zweiter, Algerien Dritter und verdrängte den Iran im Ranking der Gruppendritten. Der Iran schied damit aus.
Nichtangriffspakt-Spekulationen
Vor dem Spiel zwischen Österreich und Algerien war sogar über einen Nichtangriffspakt spekuliert worden. Schon vor Anpfiff war klar, dass beiden Teams ein Remis zum sicheren Weiterkommen reichen würde. So kam es am Ende auch – wenn auch wohl anders als erwartet. Das 3:3 beschert beiden Nationen die K.o.-Phase, aber mit sehr unterschiedlichen Perspektiven.



