Prozess gegen mutmaßliche Mörderin von Fabian (8) beginnt Ende April in Rostock
Prozess gegen mutmaßliche Mörderin von Fabian beginnt

Prozess gegen mutmaßliche Mörderin von Achtjährigem startet unter strengen Sicherheitsmaßnahmen

Im Fall des tragischen Todes des achtjährigen Fabian aus Güstrow hat das Landgericht Rostock nun eine bedeutende Entscheidung getroffen. Die Anklage wegen Mordes gegen Gina H., die ehemalige Freundin des Vaters des Opfers, wurde zugelassen. Der Prozess gegen die heute 30-Jährige beginnt am 28. April 2026 und wird unter außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt.

Details der Anklage und des mutmaßlichen Tatablaufs

Laut der Staatsanwaltschaft Rostock wird Gina H. vorgeworfen, den Jungen am 10. Oktober 2025 „heimtückisch und aus sonst niedrigen Beweggründen“ getötet zu haben. Die Anklageschrift umfasst insgesamt 63 Seiten und beschreibt den mutmaßlichen Hergang im Detail. Demnach soll die Angeklagte am Morgen des Tatdatums mit ihrem orangefarbenen Pick-up zur Wohnadresse von Fabian in Güstrow gefahren sein.

Sie soll den Achtjährigen unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt haben und mit ihm nach Klein Upahl gefahren sein. Von dort aus seien beide zu Fuß zu einem Tümpel gegangen, wo Gina H. den Jungen mit sechs Messerstichen in den Oberkörper getötet haben soll. Um die Spuren der Tat zu beseitigen, habe sie den Leichnam später mit Brandbeschleuniger angezündet. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie die Tat allein geplant und durchgeführt hat.

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Besondere Sicherheitsvorkehrungen für den Prozess

Wegen des besonderen öffentlichen Interesses an diesem Fall hat das Landgericht Rostock eine Sicherungsverordnung erlassen. Vor der Schwurgerichtskammer sind aktuell 17 Verhandlungstermine bis in den Juli hinein angesetzt. Die Sicherheitsmaßnahmen sind deutlich verstärkt worden: Vier Wachtmeister werden den Prozess schützen, während in der Regel nur ein bis zwei Beamte eingesetzt werden.

Diese Maßnahme dient laut Gerichtssprecherin „zur Sicherung des Aufzeichnungsverbotes und der Ordnung“. Weitere Einschränkungen umfassen ein Verbot der Handynutzung im Sitzungssaal sowie die Beschränkung auf kleine Taschen für Zuschauer. Insgesamt sollen mehr als 60 Zeugen vor Gericht aussagen, darunter auch die Eltern des getöteten Jungen.

Hintergrund und Bedeutung des Verfahrens

Der Fall Fabian hat in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus für großes Aufsehen gesorgt. Die nun beginnende Hauptverhandlung wird nicht nur über die Schuld oder Unschuld der Angeklagten entscheiden, sondern auch Aufschluss über die genauen Umstände der Tat geben. Die umfangreiche Zeugenliste und die detaillierte Anklageschrift deuten auf ein komplexes und aufwändiges Verfahren hin.

Die besonderen Sicherheitsvorkehrungen spiegeln die emotionale Aufladung des Falls wider und sollen einen geordneten Prozessverlauf gewährleisten. Die Justizbehörden betonen die Bedeutung eines fairen Verfahrens unter Einhaltung aller rechtlichen Standards, ungeachtet der öffentlichen Anteilnahme an diesem tragischen Fall.

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