Dreifache Anzeige nach rassistischen Attacken im Wahlkampf
Delija Balidemaj, der für die CSU bei der anstehenden Kommunalwahl in München kandidiert, hat in den vergangenen zwei Wochen gleich drei rassistische Angriffe erlebt. Der 58-jährige Politiker schildert diese Vorfälle gegenüber der AZ und betont, dass er solche Erfahrungen in seiner bisherigen politischen Laufbahn noch nie gemacht habe.
Vom Grünen zum CSU-Mitglied im Stadtrat
Balidemaj sitzt bereits seit dem Jahr 2023 im Münchner Stadtrat. Ursprünglich trat er für die Grünen an, wechselte dann jedoch zur CSU. Trotz seiner langjährigen politischen Aktivitäten sei er im Wahlkampf bisher nie mit rassistischen Anfeindungen konfrontiert worden – bis zu den jüngsten Vorfällen.
Die Attacken haben den Kandidaten derart getroffen, dass er ernsthaft überlegte, seine Kandidatur aufzugeben. In einem emotionalen Statement erklärte er: "Wir verurteilen diese Angriffe aufs Schärfste". Dennoch hat sich Balidemaj entschieden, weiterzumachen und seinen Wahlkampf fortzusetzen.
Motivation trotz Widerständen
Die Gründe für seine Entscheidung, trotz der belastenden Erfahrungen nicht aufzugeben, sind vielfältig. Balidemaj betont die Bedeutung des Engagements gegen Rassismus und für eine inklusive Gesellschaft. Seine Anzeigen bei den Behörden sollen nicht nur die konkreten Vorfälle aufklären, sondern auch ein Zeichen setzen, dass solche Attacken nicht toleriert werden.
Die Kommunalwahl in München rückt näher, und Balidemajs Fall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, mit denen Politiker mit Migrationshintergrund konfrontiert sein können. Seine Beharrlichkeit soll anderen Mut machen, sich trotz ähnlicher Erfahrungen politisch zu engagieren.



