Gemeindearbeiter begleitet Landrat: 14-Stunden-Tag begeistert Praktikanten in Ludwigslust-Parchim
Gemeindearbeiter als Landratspraktikant: 14-Stunden-Tag begeistert

Gemeindearbeiter erlebt Landratsalltag: Von morgens bis abends im Einsatz

Ronny Mathes-Langut, Gemeindearbeiter in Spornitz, wollte es genau wissen: Was macht eigentlich ein Landrat den ganzen Tag? Beim Jahresempfang seiner Gemeinde kam er mit Stefan Sternberg (SPD), dem Landrat von Ludwigslust-Parchim, ins Gespräch und stellte einfach die Frage. Diese Neugierde führte zu einer ungewöhnlichen Einladung: Ein zweitägiges Kurzpraktikum im Landratsamt, bei dem Mathes-Langut den Verwaltungschef hautnah begleiten durfte.

Vom Frühstück bis zum späten Abend: Einblicke in die Kreisverwaltung

Zwei intensive Tage lang war der Spornitzer an der Seite des Landrates unterwegs. Das Programm umfasste eine breite Palette an Terminen: Dienstberatungen im Amt, Besuche bei verschiedenen Unternehmen in Ludwigslust und sogar eine Beratung mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). „Ich habe mir schon gedacht, dass man bei so einem großen Gebiet wie unserem Landkreis viel unterwegs ist, aber von morgens um 8 bis 21 Uhr ist schon ein beeindruckendes Pensum“, berichtet Mathes-Langut nach seinen Erfahrungen.

Trotz der langen Arbeitszeiten zeigte sich der Praktikant begeistert von den Einblicken. „Ich habe viel vom Landkreis gesehen und festgestellt, wie viele Themen in der Kreisverwaltung zusammenlaufen“, erklärt er. In seiner eigenen Tätigkeit kümmert er sich um Gemeindeliegenschaften, doch die Bandbreite der Kreisverwaltung reicht von Gesundheitsfragen über Jugendschutz bis hin zu Baurecht und Kommunalaufsicht.

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Komplexe Entscheidungsprozesse und regionale Zufriedenheit

Das Praktikum machte dem Gemeindearbeiter deutlich, wie häufig der Landrat auf Situationen in verschiedenen Bereichen reagieren und Entscheidungen treffen muss. „Dazu muss man einfach viele Informationen zu den aktuellen Themen im Kopf haben. Ich weiß nicht, ob ich mir das alles merken könnte“, gibt Mathes-Langut ehrlich zu.

Sein Fazit nach den zwei Tagen fällt positiv aus: „In Ludwigslust-Parchim wird vieles richtig gemacht“. Die Menschen, mit denen er gesprochen habe, seien froh, in der Region zu leben. Als gebürtiger Spornitzer, der dort aufgewachsen ist, freut ihn diese Übereinstimmung besonders.

Landrat schätzt den Blick von außen

Auch Stefan Sternberg profitierte von der ungewöhnlichen Zusammenarbeit. „Manches läuft hier ja so automatisch, dass es immer wieder interessant ist, wenn jemand von außen auf die Abläufe schaut und man sie erklären muss“, erklärt der Landrat. Er könne sich sogar vorstellen, selbst ein Praktikum bei Ronny Mathes-Langut zu absolvieren.

Sternberg verweist auf seine eigene Erfahrung mit der Aktion „In Deinen Schuhen“, bei der er ein Jahr lang für den Social-Media-Auftritt des Landkreises bei der Straßenmeisterei, einem Bäcker und in einer Schule mitarbeitete. „Ich halte insgesamt viel davon, miteinander zu reden und sich ein eigenes Bild von den Dingen zu machen, bevor man sich eine Meinung bildet“, betont der Verwaltungschef.

Die beiden Tage haben nicht nur dem Praktikanten, sondern auch dem Landrat neue Perspektiven eröffnet und zeigen, wie wertvoll der Austausch zwischen verschiedenen Ebenen der öffentlichen Verwaltung sein kann.

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