René Hafenstein: Kommunikation und Altstadt-Akademie als Schlüssel für Ueckermünde
Hafenstein: Kommunikation und Akademie für Ueckermünde

René Hafenstein: Kommunikation und Altstadt-Akademie als Schlüssel für Ueckermünde

Am 12. April 2026 stellen sich sieben Kandidaten der Bürgermeisterwahl in Ueckermünde. Der parteilose René Hafenstein, 45 Jahre alt, hat seine Kandidatur bereits vor anderthalb Jahren beschlossen. „Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, die Stadt nach vorn zu bringen“, erklärt er. Seine Energie, die er bisher im Sport und Beruf eingesetzt hat, will er nun vollständig in die Entwicklung des Seebads investieren.

Jugendliche und Wirtschaft im Fokus

Ein Schlüsselerlebnis motivierte Hafenstein besonders: Ein Gespräch mit Jugendlichen unter der Ueckerbrücke an der Pfarrwiesenallee, die über fehlende Aufenthaltsorte klagten. „Andere hocken zu Hause“, sagt er und betont, dass er gemeinsam mit der Stadtvertretung einen Anlaufpunkt für junge Menschen schaffen möchte. Parallel entwickelte er die Idee einer Altstadt-Akademie, um Wirtschaft, Vereine, Bürger, Jugend und Verwaltung zu vernetzen. Diese Akademie benötigt keinen festen Ort und könnte Existenzgründerkurse, vereinsübergreifende Trainerausbildungen oder Schulungen zu Mietverträgen anbieten.

Beruflicher Hintergrund und ehrenamtliches Engagement

René Hafenstein, in Ueckermünde geboren und in Ferdinandshof aufgewachsen, blickt auf eine vielfältige Karriere zurück:

  • Maurerlehre in Heinrichswalde
  • Acht Jahre als Zeitsoldat in Eggesin/Karpin
  • Ausbildungen zum Büro- und Immobilienkaufmann
  • Tätigkeiten bei einer Berliner Immobilienberatung, einer Greifswalder Grundstücksverwaltung und der Steuerberatungsgesellschaft Freund & Partner
  • Zertifikat Organisations- und Prozessmanagementberatung an der FH Wismar (2015)
  • Seit 2019 Finanzbuchhalter im Tierpark Ueckermünde
Seit 2016 lebt er mit seiner Frau und einem Sohn in Ueckermünde. Als passionierter Tontaubenschütze errang er 14 Landesmeistertitel und ist Vorstandsmitglied im Landesverband 10 des Bunds Deutscher Sportschützen 1975. Zudem trainiert er seit vier Jahren den weiblichen U18- und U20-Nachwuchs des SV Einheit Ueckermünde und investiert wöchentlich viele Stunden in dieses Ehrenamt.

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Visionen für die Stadtentwicklung

Hafensteins Pläne umfassen ein breites Spektrum:

  1. Förderung eines Resorthotels und einer Kur- oder Reha-Klinik am Strand zur Stärkung des Tourismus- und Gesundheitsstandorts
  2. Erweiterung des Jugendbeirats zu einem Zukunftsrat für 15- bis 35-Jährige
  3. Einsatz eines Streetworkers und Bau eines Soccerplatzes
  4. Wiederbelebung des Kletterparks mit Ideen wie einer Boulderhalle
  5. Bereitstellung eines kleinen Büros für den Behindertenverband
  6. Kauf und Sanierung größerer Häuser in der Innenstadt durch die Ueckermünder Wohnungsbaugesellschaft (UWG) zur Steigerung der Einwohnerzahl im Zentrum

Kommunikation als zentrales Element

„Ich bin ein Kommunikator“, betont Hafenstein. Er setzt auf direkten Dialog, um Probleme zu lösen und die Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Verwaltung zu verbessern. Sein Ansatz: Mit guter Kommunikation lassen sich Herausforderungen bewältigen und Synergien schaffen. In Bezug auf die Stadtfinanzen argumentiert er, dass solide Einnahmen nur durch die Ansiedlung von Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen erreicht werden können, wobei der Tourismus zwar wichtig sei, aber nicht alleiniges Standbein bleiben dürfe.

Antworten auf zentrale Fragen

Zu den Plänen für ein Resorthotel und eine Klinik äußert sich Hafenstein grundsätzlich positiv, warnt jedoch vor einer Überlastung der Bettenkapazität. Für die Belebung der Innenstadt schlägt er kleine, sichtbare Erfolge vor, wie kreative Nutzung von Leerständen, niedrigschwellige Events und Azubi-Projekte. Die Beteiligung junger Menschen hält er für essenziell und plant, den Jugendbeirat in einen Generationenrat zu überführen, der mehr Gewicht und Verbindung zwischen den Generationen schafft.

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