Keine zusätzlichen 1000 Euro für Mitarbeiter des Landkreises Mansfeld-Südharz
Der Landkreis Mansfeld-Südharz hat eine klare Entscheidung getroffen: Seine Beschäftigten werden keine steuerfreie Entlastungsprämie erhalten. Diese Ansage machte Landrat André Schröder von der CDU während der jüngsten Sitzung des Kreistags. Damit reagiert die Kreisverwaltung auf das Entlastungspaket der Bundesregierung, das aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise entwickelt wurde.
Bundesregierung bietet steuerfreie Prämie an
Die Bundesregierung hat in ihrem Maßnahmenpaket zur Abfederung der Energiekrise unter anderem die Möglichkeit geschaffen, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern eine steuerfreie Prämie von bis zu 1000 Euro zahlen können. Diese Regelung soll insbesondere angesichts der enorm gestiegenen Spritpreise und allgemeinen Lebenshaltungskosten Entlastung bringen. Viele Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber haben diese Option bereits genutzt, um ihre Belegschaft zu unterstützen.
Landkreis entscheidet sich gegen Zahlung
Landrat André Schröder begründete die Entscheidung des Landkreises Mansfeld-Südharz in seinem Bericht an den Kreistag. Die Kreisverwaltung wird von der Möglichkeit der steuerfreien Prämienzahlung keinen Gebrauch machen, obwohl dies rechtlich möglich wäre. Damit bleiben die Beschäftigten des Landkreises von dieser konkreten finanziellen Entlastungsmaßnahme ausgeschlossen.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter den gestiegenen Preisen für Energie, Lebensmittel und andere Grundbedürfnisse leiden. Die steuerfreie Prämie wäre für viele Haushalte eine spürbare finanzielle Unterstützung gewesen, besonders in einer strukturschwachen Region wie dem Mansfelder Land.
Reaktionen und Hintergründe
Die klare Ansage des Landrats erfolgte in der regulären Kreistagssitzung, wo Schröder seinen Bericht vorlegte. Die Entscheidung gegen die Prämienzahlung dürfte bei den betroffenen Beschäftigten auf Unverständnis stoßen, zumal andere öffentliche Arbeitgeber in vergleichbarer Situation die Möglichkeit durchaus nutzen.
Der Landkreis Mansfeld-Südharz mit seiner Kreisstadt Sangerhausen steht damit vor der Herausforderung, alternative Wege zu finden, um seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der aktuellen wirtschaftlich schwierigen Situation zu unterstützen. Die Diskussion um angemessene Entlastungsmaßnahmen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst dürfte mit dieser Entscheidung weiter an Fahrt gewinnen.



