Mehr als nur Knöllchen: Ein Tag mit dem Ordnungsamt Wittenberg
Wittenberg/MZ - Wer an das Ordnungsamt denkt, hat meist nur ein Bild im Kopf: Ein Strafzettel unter dem Scheibenwischer. Doch die Realität sieht ganz anders aus. Die Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes in Wittenberg erleben einen Arbeitsalltag, der weit über das Ausstellen von Bußgeldbescheiden hinausgeht. Die MZ hat Vivien Thiele und Axel Langner einen kompletten Tag lang begleitet und dabei faszinierende Einblicke erhalten.
Vom verlassenen Auto bis zur Eulenrettung
Die Frühschicht beginnt um 6 Uhr morgens und endet um 14.19 Uhr. In dieser Zeit passiert Erstaunliches. Nicht nur falsch geparkte Autos beschäftigen die Ordnungshüter. Ein verlassenes Fahrzeug muss gesichert werden, eine Eule, die sich in einer ungewöhnlichen Lage befindet, benötigt Rettung. Diese Situationen zeigen, wie vielseitig und unvorhersehbar der Job wirklich ist.
„Viele denken, wir sind nur für Knöllchen da, aber das stimmt nicht“, erklärt eine Mitarbeiterin. Der Stadtordnungsdienst ist für die Sicherheit und Ordnung in der Stadt verantwortlich. Dazu gehören:
- Die Kontrolle des ruhenden Verkehrs
- Die Überwachung von öffentlichen Plätzen
- Die Hilfe bei Tieren in Not
- Die Unterstützung bei besonderen Vorkommnissen
Ein seltener Einblick in den Arbeitsalltag
Die Begleitung durch die MZ ermöglichte einen seltenen Blick hinter die Kulissen. Vivien Thiele und Axel Langner stehen nach ihrer Schicht vor dem Einsatzfahrzeug. Sie wirken erschöpft, aber zufrieden. Der Tag war anstrengend, aber auch erfüllend. Die Vielfalt der Aufgaben hält die Arbeit spannend und abwechslungsreich.
Die Mitarbeiter müssen stets flexibel sein. Plötzliche Einsätze, unerwartete Situationen und die Zusammenarbeit mit anderen Behörden gehören zum Alltag. Der Stadtordnungsdienst ist ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Verwaltung und trägt maßgeblich zur Lebensqualität in Wittenberg bei.
Die MZ-Begleitung hat gezeigt, dass der Beruf des Ordnungsamtsmitarbeiters oft unterschätzt wird. Es ist ein Job, der viel Verantwortung, Einfühlungsvermögen und Fachwissen erfordert. Die nächste Schicht beginnt bereits am nächsten Morgen um 6 Uhr. Dann warten wieder neue Herausforderungen auf Vivien Thiele, Axel Langner und ihre Kollegen.



