Pasewalk bereitet 775-jähriges Stadtjubiläum mit klarem Finanzplan vor
Die Stadt Pasewalk steht im Jahr 2026 vor einem besonderen Ereignis: Sie feiert ihr 775-jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Festprogramm. Seit Ende 2024 arbeiten mehrere Arbeitsgruppen an den Vorbereitungen für dieses historische Jubiläum. Wie bei solch großen Feierlichkeiten üblich, stellt sich auch die Frage nach den finanziellen Mitteln, die für die Umsetzung aller geplanten Veranstaltungen benötigt werden.
Gesamtkosten von 163.000 Euro für das Festjahr
Bürgermeister Danny Rodewald (parteilos) betont die Bedeutung von finanzieller Unterstützung für das Gelingen des Festjahres: „Wir haben viele freiwillige Helfer, die sich ehrenamtlich einbringen. Und es gibt auch zahlreiche Spenden von Firmen, Einrichtungen und Privatpersonen. Aber ohne Zuschüsse von außen und eigene Mittel der Stadt ist so ein Festjahr natürlich nicht zu finanzieren.“
Für das gesamte Festjahr 2026 werden nach Angaben des Bürgermeisters rund 163.000 Euro benötigt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Stadt im vergangenen Jahr bereits etwa 73.000 Euro für Feste, Veranstaltungen und die Unterstützung von Vereinen in den Haushalt eingeplant hatte. Somit verbleibt eine Restsumme von ungefähr 90.000 Euro, die für die zusätzlichen Jubiläumsaktivitäten aufgebracht werden muss.
Festwochenende im September als finanzieller Schwerpunkt
Ellen Stresemann, verantwortlich für das Stadtmarketing im Rathaus, erläutert die detaillierte Planung: „Für das Festwochenende im September 2026 benötigen wir nach jetzigem Stand 100.000 Euro. Darin ist alles enthalten, vom Umzug, über die Bühnen bis zur Straßensperrung.“
Interessant ist der Vergleich mit der letzten großen Jubiläumsfeier: Vor 25 Jahren, zur 750-Jahrfeier im Jahr 2001, wurden im Haushalt rund 484.000 Mark veranschlagt. Damals waren für das Bürgerfest als Höhepunkt 195.000 Mark eingeplant, wobei allein der Festumzug mit 56.000 Mark zu Buche schlug. Bürgermeister Rodewald stellt fest: „Mit den Ausgaben für das Festwochenende liegen wir in etwa gleichauf oder sogar etwas unter den Ausgaben wie vor 25 Jahren zur 750-Jahrfeier.“
Finanzierungsmix aus Eigenmitteln, Fördertöpfen und Spenden
Die Stadtverwaltung hat einen ausgewogenen Finanzierungsplan entwickelt, um die notwendigen Mittel aufzubringen:
- Eigenmittel der Stadt in Höhe von 70.000 Euro für das Festwochenende
- 25.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds
- 15.000 Euro aus dem Bürgerfonds Kultur des Landes
- 7.500 Euro aus der Kulturförderung des Kreises
- 5.000 Euro von der Sparkassenstiftung
Bürgermeister Rodewald weist jedoch auf die noch nicht vollständig gesicherte Finanzierung hin: „Alles ist noch nicht gesichert. Vom Kreis haben wir die Summe gebilligt bekommen. Der kreisliche Haushalt muss aber erst noch vom Land genehmigt werden.“
Spenden und Sponsoring als wichtige Säulen
Bisher belaufen sich die Spenden-Einnahmen auf 13.910 Euro, die den Eigenanteil der Stadt mindern werden. Zudem hat die Stadt bereits zwei Sponsoring-Verträge abgeschlossen – mit der Firma Enertrag aus der Uckermark und der Firma Werbe-Licht Dr. Jahn in Neubrandenburg. Letztere wird in mehreren Städten auf Großleinwänden für das Stadtringfest und das Festwochenende in Pasewalk werben.
Bürgermeister Rodewald äußert sich vorsichtig optimistisch: „Wenn das Geld am Ende nicht reicht, müssen wir auch Kürzungen vornehmen. Davon gehe ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus. Wenn alles gut läuft, kommen wir auf den bisherigen Eigenanteil von 40.000 Euro wie sonst bei der Leistungsschau und beim Stadtfest. Deshalb würden wir uns über weitere Spenden freuen.“
Engagierte Bürger in Arbeitsgruppen
Ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Jubiläumsjahr ist das Engagement der Pasewalker Bürger. Seit Ende 2024 arbeiten sie in mehreren Arbeitsgruppen an der Vorbereitung der Feierlichkeiten. Jeden letzten Mittwoch im Monat treffen sich die Leiter dieser Gruppen in einer großen Runde, um den Fortschritt zu koordinieren.
Für den großen Festumzug haben sich bislang 54 Gruppen oder Einzelpersonen angemeldet. Bürgermeister Rodewald dankte ausdrücklich allen Bürgern, die sich in den Arbeitsgruppen engagieren und damit zum Gelingen des 775-jährigen Stadtjubiläums beitragen.



