Eselhaltung: Tag der offenen Stalltür in Krudopp bei Noteselhilfe
Tag der offenen Stalltür bei Noteselhilfe in Krudopp

In Krudopp öffnet die Noteselhilfe am Sonntag, den 10. Mai, ihre Türen für alle Interessierten. Von 12 bis 17 Uhr haben Besucher die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der verantwortungsvollen Eselhaltung zu werfen. Sophia und Thomas Bardenhagen laden auf ihren Hof in der Hausnummer 5 ein, um über die Arbeit des Vereins zu informieren und mit Mythen über Esel aufzuräumen.

20 Jahre Noteselhilfe in Deutschland

Der Verein Noteselhilfe feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass öffnen bundesweit Beratungshöfe ihre Tore. In Krudopp können sich Besucher über die artgerechte Haltung von Eseln informieren und die Tiere hautnah erleben. Sophia Bardenhagen ist seit zwei Jahrzehnten Teil dieses Netzwerks und kümmert sich gemeinsam mit ihrem Mann Thomas um Tiere, die oft ein schwieriges Schicksal hinter sich haben.

Von zwei Eseln zu einer Lebensaufgabe

Was ursprünglich mit einem Pferd beginnen sollte, entwickelte sich zu einer Leidenschaft für Esel. „Eigentlich sollte es damals ein Pferd werden, doch mein Mann war für einen Esel. Als wir dann genügend Platz für Tiere hatten, nachdem wir hier nach Krudopp gezogen waren, wurde schnell klar: Einen Esel allein halten, das ging nicht. Es braucht immer mindestens zwei“, erzählt Sophia Bardenhagen. Aus den anfänglichen zwei Eseln wurden über die Jahre 27 Tiere, die auf dem Hof betreut wurden. Viele von ihnen haben gesundheitliche Probleme, wie die Großeseldame Balu, die unter Augen-, Huf- und Gelenkproblemen leidet.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vorurteile und Fakten zur Eselhaltung

Die Bardenhagens räumen mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, Esel seien sture Tiere. „Esel sind sehr vorsichtige und intelligente Tiere. Sie machen Dinge oft nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie Gefahr erahnen oder befürchten“, erklärt Thomas Bardenhagen. Die Tiere stammen ursprünglich aus trockenen Regionen und vertragen Nässe schlecht. Sie benötigen spezielle Fütterung und vor allem Zeit, Wissen und Geduld. „Man kauft sich keinen Esel, ohne zu wissen, was die Tiere brauchen und wie man sie nutzt“, betont Sophia Bardenhagen.

Verantwortung vor der Anschaffung

Wer einen Esel halten möchte, sollte nicht nur über ausreichend Platz verfügen, sondern auch über das nötige Fachwissen, Zeit und finanzielle Mittel. „Ein Esel ist ein teures Hobby“, warnt die Eselhalterin. Die Noteselhilfe bietet daher nicht nur Vermittlung von Tieren an, sondern auch umfassende Beratung. Oft reicht schon ein Gespräch, um Haltungsbedingungen zu verbessern und den Tieren einen Umzug zu ersparen. Der Verein hat bereits mehr als 670 Tieren zu einem neuen Zuhause verholfen.

Tag der offenen Stalltür: Kein Spektakel, sondern Aufklärung

Am 10. Mai erwartet die Besucher in Krudopp kein buntes Programm mit Eselreiten oder Shows. Stattdessen stehen Fachwissen, Beratung und ehrliche Gespräche im Vordergrund. „Wir bieten kein Eselreiten oder irgendwelche Shows an, wir bieten Fachwissen und Beratung und gern zeigen wir auch die Tiere und erklären die Arbeit in der Noteselhilfe“, so Sophia Bardenhagen. Die Veranstaltung ist kostenlos und unverbindlich.

Wer den Verein finanziell unterstützen möchte, kann dies per Spende tun. Die Kontodaten der Noteselhilfe lauten: Noteselhilfe e.V., Kontonummer: 7454708, Bankleitzahl: 66650085, IBAN: DE29666500850007454708, BIC: PZHSDE66XXX, Sparkasse Pforzheim.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration