Landratswahl 2026 in der Uckermark: Karina Dörk siegt deutlich, Wahlbeteiligung fast verdoppelt
Uckermark: Dörk gewinnt Landratswahl, Beteiligung steigt stark

Landratswahl 2026 in der Uckermark: Deutlicher Sieg für Amtsinhaberin Dörk

In der Uckermark hat die Landratswahl 2026 ein klares Ergebnis gebracht: Die amtierende Landrätin Karina Dörk (CDU) konnte sich mit einem Vorsprung von etwa 14 Prozentpunkten gegen ihren einzigen Herausforderer Felix Teichner (AfD) durchsetzen. Parallel dazu wurde in der Gemeinde Nordwestuckermark ein neuer Bürgermeister gewählt, wobei sechs Kandidaten zur Auswahl standen.

Wahlbeteiligung erreicht bemerkenswertes Niveau

Ein besonders bemerkenswertes Ergebnis der Wahl war die deutlich gestiegene Wahlbeteiligung. Nach Angaben von Kreiswahlleiter Robert Richter lag diese mit Stand 14 Uhr bei etwa 41 Prozent und damit weit über dem Wert von 2018, als nur 25,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben. Richter vermutete als Gründe eine stärkere Polarisierung zwischen den Kandidaten und ein erhöhtes Medieninteresse.

„Eine höhere Wahlbeteiligung ist natürlich immer ein gutes Zeichen“, kommentierte der Kreiswahlleiter die Entwicklung. Insgesamt waren knapp 100.000 Menschen in der Uckermark wahlberechtigt, darunter 1.228 Erstwähler ab 16 Jahren.

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Briefwahl erfreut sich großer Beliebtheit

Ein deutlicher Indikator für das gestiegene Interesse an der Wahl war die Zahl der Briefwähler. Bis zum Freitag vor der Wahl waren bereits 12.236 Wahlbriefe eingetroffen – mehr als doppelt so viele wie bei der letzten Landratswahl 2018, als es insgesamt etwa 5.880 waren.

Die Sicherheit der Briefwahl wurde von einer Sprecherin des Landkreises betont: „Die Briefwahl entspricht dem Sicherheitsstandard der Urnenwahl und unterliegt erhöhten Sicherheitsmaßnahmen.“ Dazu gehörten unter anderem:

  • Tägliches Zählen und Protokollieren eingehender Wahlbriefe
  • Verschlossene Lagerung in abgeschlossenen Räumen
  • Strikte Zugangskontrollen und Protokollierung aller Zutritte
  • Durchführung aller Handlungen im Vier-Augen-Prinzip
  • Regelmäßiger Abgleich ausgegebener und eingegangener Unterlagen

Reaktionen der Kandidaten auf das Wahlergebnis

Die Wahlsiegerin Karina Dörk zeigte sich bei ihrer Wahlparty in der Prenzlauer „Weinscheune“ erleichtert: „Ich bin erleichtert. Vieles, was wir für die Entwicklung der Uckermark begonnen haben, können wir jetzt fortsetzen.“ Sie betonte auch ihre Freude für die Mitarbeiter des Landkreises, die während des Wahlkampfs Unsicherheit über ihre Zukunft verspürt hätten.

Felix Teichner gestand seine Niederlage bereits knapp eine Stunde nach Beginn der Auszählung bei der AfD-Wahlparty im Prenzlauer Freizeitzentrum ein: „Prozentual haben wir die Wahl verloren“, erklärte er angesichts des deutlichen Rückstands.

Bürger äußern konkrete Erwartungen an die Politik

Befragte Wählerinnen und Wähler hatten am Wahltag sehr konkrete Vorstellungen davon, welche Themen die künftige Landrätin priorisieren sollte. Sylvia und Andreas Ullrich aus Templin nannten unter anderem:

  1. Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für bessere Verbindungen in Nachbarkreise
  2. Sicherung der Zukunft des PCK in Schwedt als entscheidend für die gesamte Region
  3. Belebung der Innenstädte in der Uckermark
  4. Bessere Integration von Menschen mit Behinderungen, insbesondere Jugendlichen

Organisatorischer Ablauf der Wahl

Die Wahllokale in der Uckermark waren von 8 bis 18 Uhr geöffnet, anschließend begann die Auszählung der Stimmen. In der Gemeinde Nordwestuckermark standen parallel zur Landratswahl sechs Kandidaten für das Bürgermeisteramt zur Wahl, was an manchen Orten wie Zollchow zu zwei Urnen in den Wahllokalen führte.

Die Auszählung der Stimmen erfolgte in der Prenzlauer Uckerseehalle, wo 145 Wahlhelfer im Einsatz waren. Bereits ab 16:30 Uhr hatten 22 Briefwahlvorstände mit der Öffnung der Wahlbriefe begonnen, die eigentliche Stimmenauszählung startete dann um 18 Uhr.

Für einen Wahlsieg galt ein besonderes Quorum: Neben der absoluten Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimten musste der siegreiche Kandidat mindestens 15.000 Stimmen erhalten, was 15 Prozent der Wahlberechtigten entspricht.

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