Epstein-Skandal: Razzia bei Norwegens Ex-Regierungschef Jagland wegen Korruptionsverdacht
Razzia bei Norwegens Ex-Regierungschef im Epstein-Skandal

Epstein-Skandal weitet sich aus: Norwegens Ex-Regierungschef im Visier der Ermittler

Im Zuge der internationalen Ermittlungen zum Epstein-Skandal haben norwegische Behörden nun auch den ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes ins Visier genommen. Wie bestätigt wurde, durchsuchten Beamte der norwegischen Wirtschaftskriminalitätsbehörde sowohl die Wohnung von Thorbjørn Jagland in Oslo als auch sein Haus an der norwegischen Ostküste.

Immunität aufgehoben – Jagland kooperiert mit Ermittlern

Der Europarat hat auf Wunsch Norwegens die Immunität für Jaglands Amtszeit als Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation von 2009 bis 2019 aufgehoben. Dies ermöglichte die aktuellen Ermittlungsschritte. Jaglands Anwalt bestätigte gegenüber Medien, dass sein Mandant mit den Behörden zusammenarbeitet, gleichzeitig aber der Ansicht ist, dass keine Umstände vorliegen, die zu einer Strafverfolgung führen sollten.

Urlaube bei Epstein in Luxusdomizilen

Der konkrete Vorwurf lautet auf schwere Korruption im Zusammenhang mit Jaglands Kontakten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Laut Ermittlungsbehörden soll Jagland während seiner Zeit als Europarats-Generalsekretär mehrfach in Epsteins Apartments in Paris und New York übernachtet haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, Urlaub in Epsteins Anwesen in Palm Beach gemacht zu haben.

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Thorbjørn Jagland war nicht nur von 1996 bis 1997 norwegischer Ministerpräsident, sondern bekleidete später auch hochrangige internationale Positionen. Von 2009 bis 2019 fungierte er als Generalsekretär des Europarats und war zudem Vorsitzender des norwegischen Nobelkomitees, das jährlich den Friedensnobelpreis vergibt.

Internationale Dimension des Epstein-Skandals

Der Fall zeigt erneut die internationale Dimension des Epstein-Skandals, der bereits zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung erfasst hat. Die norwegischen Ermittlungen werfen Fragen nach den Grenzen zwischen privaten Beziehungen und amtlichen Verpflichtungen auf, insbesondere bei Personen mit internationalen Führungspositionen.

Die Durchsuchungen markieren einen weiteren Höhepunkt in den seit Jahren andauernden Ermittlungen zu Epsteins Netzwerk. Während Jaglands Anwalt die Kooperationsbereitschaft seines Mandanten betont, bleiben die norwegischen Behörden in ihren Ermittlungen zurückhaltend und geben keine weiteren Details zu den konkreten Verdachtsmomenten preis.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Ermittlungen zu Epsteins internationalen Kontakten und die Frage, inwieweit politische und gesellschaftliche Eliten in das Netzwerk des verurteilten Sexualstraftäters verstrickt waren. Die norwegischen Behörden betonen, dass die Ermittlungen noch im Gange sind und weitere Schritte nicht ausgeschlossen werden können.

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