Sudan-Konflikt: RSF-Miliz vergewaltigt Hunderte Frauen und Kinder in al-Faschir
Sudan: RSF vergewaltigt Hunderte in al-Faschir

Sudan-Konflikt: Systematische Gewalt gegen Zivilisten in al-Faschir

Die Gräueltaten des Bürgerkriegs im Sudan werden nach und nach öffentlich. Besonders die brutalen Taten der paramilitärischen Miliz RSF (Rapid Support Forces) zeichnen ein Bild der Hölle, das sich vor allem in der belagerten Großstadt al-Faschir abspielte.

Monatelange Belagerung mit verheerenden Folgen

Nach monatelanger Belagerung eroberte die RSF al-Faschir Ende Oktober. Die Stadt, die einst fast 1,5 Millionen Menschen beherbergte, wurde zum Schauplatz unvorstellbarer Verbrechen. Laut einem UN-Bericht starben während der Offensive mindestens 6.000 Menschen, wobei die tatsächliche Zahl vermutlich deutlich höher liegt. Allein in den ersten drei Wochen nach der Einnahme wurden 60.000 Menschen getötet, 150.000 werden vermisst.

Systematische sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder

Die Überlebenden berichten von grauenhaften Szenen auf der Flucht ins etwa 60 Kilometer entfernte Flüchtlingslager Tawila. Die RSF-Kämpfer vergewaltigten und folterten mindestens 488 Frauen und Kinder jeden Alters – sowohl einzeln als auch in Gruppen. Ärzte dokumentierten Dutzende Schwangerschaften bei Minderjährigen als direkte Folge dieser sexualisierten Gewalt.

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Vernichtung von Beweisen und systematische Tötungen

Satellitenbilder zeigen ein erschreckendes Ausmaß der Gewalt: Dutzende Leichenhaufen und Massengräber wurden identifiziert, viele Ermordete sollen in riesigen Gruben verbrannt worden sein. Nathaniel Raymond, Direktor des Yale Humanitarian Research Lab, beschreibt ganze Stadtviertel als „massive Tatorte“ mit überall sichtbaren Leichenbergen und Feuergruben. Das offensichtliche Ziel der RSF: die systematische Vernichtung von Beweisen für ihre Kriegsverbrechen.

Besonders betroffen: Menschen schwarzafrikanischer Abstammung

Die RSF terrorisiert das Land mit besonders brutaler Gewalt gegen Menschen schwarzafrikanischer Abstammung. Die Überlebenden, die nicht getötet wurden, tragen schwere körperliche und psychische Verletzungen davon. Experten gehen davon aus, dass die Betroffenen Jahre, wenn nicht Jahrzehnte brauchen werden, um diesen Horror zu überwinden.

Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, diese systematischen Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Ereignisse in al-Faschir markieren einen weiteren dunklen Höhepunkt im seit Jahren andauernden sudanesischen Bürgerkrieg.

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