Epstein-Opfer konfrontiert Kronprinzessin Mette-Marit: 'Es hätte ihr eigenes Kind sein können'
Epstein-Opfer konfrontiert Kronprinzessin Mette-Marit

Epstein-Opfer stellt Kronprinzessin Mette-Marit im norwegischen TV zur Rede

Das norwegische Königshaus befindet sich in einer tiefgreifenden Krise. Nicht nur muss sich Marius Borg Høiby (29), der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52), in einem Vergewaltigungsprozess schweren Vorwürfen stellen, sondern auch seine Mutter wirft durch ihre Verbindungen zu Jeffrey Epstein (†66) dunkle Schatten auf die Monarchie. In den kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten tauchten zahlreiche vertrauliche E-Mails zwischen der Kronprinzessin und dem verurteilten Sexualstraftäter auf, was in Norwegen für Bestürzung sorgte.

Marina Lacerda fordert Aufklärung und Reue

Marina Lacerda (37), ein Überlebender der Missbrauchs- und Menschenhandelsverbrechen Epsteins, äußerte sich im norwegischen Fernsehen (NRK1) deutlich. Sie traf Epstein im Alter von 14 Jahren und trat erstmals im September 2025 öffentlich auf, um die vollständige Freigabe der sogenannten „Epstein Files“ zu fordern. Lacerda betonte, dass sie wissen möchte, warum Mette-Marit noch Kontakt zu Epstein hatte, obwohl seine Verurteilung im Jahr 2008 wegen Sexualstraftaten bereits öffentlich bekannt war.

„Es hätte auch ihr eigenes Kind sein können“, sagte Lacerda und verwies darauf, dass die Kronprinzessin zu dieser Zeit selbst Mutter war. Sie empfindet es als verletzend, dass sich Mette-Marit bis heute nicht ausführlich zu dem Thema geäußert hat. Auf die Frage, was sie sich von der Kronprinzessin wünscht, antwortete Lacerda: „Eine Entschuldigung wäre schön gewesen. Dass sie die Wahrheit zugibt und sich entschuldigt.“

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Offizielle Stellungnahmen und Reaktionen

Am 6. Februar distanzierte sich Mette-Marit in einer offiziellen Erklärung von Epsteins Übergriffen und entschuldigte sich für die „Situation, in die ich das Königshaus gebracht habe“. Allerdings richtete sie sich nicht explizit an Epsteins Opfer. Nachdem sie von Lacerdas TV-Auftritt erfuhr, reagierte die Kronprinzessin mit einer weiteren Stellungnahme: „Ich bin zutiefst erschüttert von den Geschichten der vielen Opfer von Epstein und stehe voll und ganz hinter ihnen. Es ist wichtig, dass ihre Stimmen gehört werden. Als Frau und Mutter unterstütze ich sie.“

Sie fügte hinzu: „Jeffrey Epstein trägt die Verantwortung für seine Taten. Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich Epsteins Hintergrund nicht gründlicher geprüft und nicht schnell genug erkannt habe, was für ein Mensch er war. Das bedauere ich zutiefst.“

Breitere Implikationen und gesellschaftliche Verantwortung

Lacerda betonte im TV, dass es in dieser Angelegenheit um mehr geht als nur um einzelne Personen. „Wir müssen nicht nur an die Überlebenden denken, sondern auch an die Kinder, die daraus erwachsen werden. Was wäre, wenn es ihre Tochter gewesen wäre? Oder ihr Sohn? Dann hätte sie für die Wahrheit gekämpft und dafür gesorgt, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“

Sie ist überzeugt, dass jeder, der nach 2008 weiterhin Kontakt zu Epstein hatte, von seinem Missbrauch gewusst haben müsse. „Danach hätte jeder – nicht nur Reiche und Mächtige – den Kontakt abbrechen müssen!“ Diese Aussagen unterstreichen die Notwendigkeit einer breiteren gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den Epstein-Akten und der Verantwortung von Personen in Machtpositionen.

Die Krise im norwegischen Königshaus zeigt, wie tiefgreifend die Auswirkungen der Epstein-Affäre sind. Während Mette-Marit versucht, sich zu distanzieren und Reue zu zeigen, bleiben die Forderungen der Opfer nach Aufklärung und Gerechtigkeit bestehen. Die öffentliche Debatte in Norwegen wird voraussichtlich weiter anhalten, während das Königshaus versucht, sein Image zu bewahren und Vertrauen zurückzugewinnen.

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