Epstein-Komplizin Maxwell half bei Gründung von Clintons Prestigekonferenz
Die New York Times hat unter Berufung auf die veröffentlichten Epstein-Akten neue Details über die Verbindungen zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein enthüllt. Demnach spielte Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell eine Schlüsselrolle bei der Gründung der Clinton Global Initiative (CGI), einem prestigeträchtigen Projekt Clintons nach seiner Amtszeit.
Maxwells Beteiligung an der CGI-Gründung
Laut dem Bericht war Maxwell bereits 2004 in die Planungen für die CGI involviert, die 2005 ins Leben gerufen wurde. Die Initiative sollte als Clintons Version des Weltwirtschaftsforums in Davos dienen, jedoch mit einem Fokus auf wohltätige Zwecke. Maxwell nahm an Gesprächen über das Budget der ersten Konferenz teil und kommunizierte direkt mit Clintons Mitarbeitern. Zudem hatte sie Kontakt zur Publicis Groupe, dem Unternehmen, das die erste CGI-Konferenz organisierte.
Aus E-Mails in den Epstein-Akten geht hervor, dass Maxwell eine Überweisung in Höhe von einer Million Dollar an die Publicis Groupe veranlasste. Die Herkunft des Geldes bleibt unklar, doch Jeffrey Epstein wusste laut den Mails von der Zahlung. In einer Nachricht an Maxwell schrieb Epstein: „Frag ihn, warum jetzt 1 Million und wohin sie gehen soll“, kurz nachdem Maxwell Anweisungen zur Überweisung erhalten hatte.
Hintergrund zu Epstein und den Clintons
Jeffrey Epstein, ein in höchsten Kreisen vernetzter US-Investor, bekannte sich 2008 der Anstiftung zur Prostitution in einem Fall einer Minderjährigen schuldig und wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt. 2019 wurde er erneut festgenommen, unter Verdacht, Tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht zu haben. Er starb 2019 durch Suizid in seiner Gefängniszelle. Bill Clinton gibt an, den Kontakt zu Epstein 2006 abgebrochen zu haben.
Die Epstein-Akten, die vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden, zeigen Verbindungen zu zahlreichen Politikern, darunter auch zu den Clintons. Bill und Hillary Clinton werden Ende Februar vor einem US-Kongressausschuss über ihre Epstein-Verbindungen aussagen. Sie fordern, dass die Anhörung öffentlich zugänglich gemacht wird, obwohl sie voraussichtlich hinter verschlossenen Türen stattfinden soll.
Bedeutung der Enthüllungen
Die neuen Details schärfen das Bild eines Systems, das auf dem Handel mit Sex, Macht und Geld basierte. Epstein vernetzte globale Eliten, und trotz seiner Straftaten wurde er von Reichen und Mächtigen hofiert. Die Rolle Maxwells bei der CGI unterstreicht, wie tief Epstein und seine Mitarbeiter in prestigeträchtige Projekte involviert waren. Diese Enthüllungen werfen weitere Fragen über die Grenzen zwischen Philanthropie und fragwürdigen Finanzierungen in der Weltpolitik auf.



