Verfassungsschutz warnt vor verdeckten iranischen Operationen in Deutschland
Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer hat eine deutliche Warnung ausgesprochen: Verdeckte Operationen des Irans in westlichen Staaten wie Deutschland sind nach seiner Einschätzung absolut real möglich. In einem aktuellen Interview mit dem Handelsblatt betonte Kramer, dass die Gefährdungslage anhaltend hoch sei.
Cyberangriffe als zentrale Bedrohung
Der Thüringer Verfassungsschutzchef verwies insbesondere auf den digitalen Raum als Operationsfeld. Pro-iranische Hacker und staatliche Gruppen nutzen Cyberangriffe für gezielte Störungen und Sabotage, so Kramer. Diese Aktivitäten gehen weit über klassische Spionage hinaus und könnten sogar die Steuerungstechnik von Industrieanlagen ins Visier nehmen.
Gezielte Aktionen statt wahllosem Terror
Im Gegensatz zu Terroranschlägen gegen die breite Bevölkerung sieht Kramer bei iranischen Operationen eher gezielte Vorgehensweisen. Der Iran setzt eher auf gezielte Aktionen, die er offiziell auch abstreiten kann, erklärte er. Dies betreffe insbesondere Einschüchterungen oder Anschlagspläne gegen jüdische, US-amerikanische oder israelische Einrichtungen sowie die iranische Exil-Opposition.
Teheran nutze dabei häufig Mittelsmänner oder kriminelle Netzwerke, um die eigene Beteiligung zu verschleiern. Kramer betonte, dass diese verdeckten Operationen eine anhaltend hohe Gefahr darstellen, während konkrete Terroranschläge als weniger wahrscheinlich eingeschätzt werden.



