Deutschland nominiert Generalinspekteur Carsten Breuer für NATO-Spitzenposten
Breuer als Kandidat für NATO-Militärausschuss nominiert

Deutschland bewirbt sich mit Spitzenmilitär für NATO-Führungsposition

Die Bundesrepublik Deutschland strebt eine stärkere Rolle innerhalb des Nordatlantikbündnisses an und hat dafür ihren ranghöchsten Soldaten für einen Schlüsselposten nominiert. Verteidigungsminister Boris Pistorius gab am Rande eines NATO-Treffens in Brüssel bekannt, dass Generalinspekteur Carsten Breuer als Kandidat für den Vorsitz des Militärausschusses aufgestellt wird.

Exzellenter Kandidat mit breiter Unterstützung

„Ich freue mich sehr, dass wir als Bundesrepublik Deutschland mit Generalinspekteur Carsten Breuer einen exzellenten Kandidaten für diesen Ausschuss haben“, erklärte der SPD-Politiker. Pistorius betonte die herausragenden Qualifikationen des 61-jährigen Generals, der sich durch analytische Fähigkeiten und strategischen Weitblick besonders in der aktuellen europäischen Sicherheitslage profiliert habe.

Der Minister verwies auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die breite Unterstützung, die Breuer innerhalb der Bundesregierung und international genießt. „Ich arbeite ausgezeichnet mit ihm zusammen, sehr vertrauensvoll“, so Pistorius über den Generalinspekteur.

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Entscheidung im September 2026

Die Nachfolge des derzeitigen Amtsinhabers Giuseppe Cavo Dragone soll bei einer Tagung des NATO-Militärausschusses in Kopenhagen im September 2026 entschieden werden. Der gewählte Kandidat würde sein Amt dann im Sommer 2027 antreten. Grundsätzlich steht es jedem NATO-Mitgliedsstaat frei, einen Kandidaten für diese bedeutende Position zu nominieren.

Der Vorsitzende des Militärausschusses zählt zu den einflussreichsten militärischen Positionen innerhalb der NATO und übernimmt mehrere Schlüsselfunktionen:

  • Er ist der wichtigste militärische Berater des NATO-Generalsekretärs
  • Er dient als Bindeglied zwischen den Generalstabschefs aller Mitgliedstaaten und den politischen Entscheidungsgremien
  • Über ihn laufen Weisungen und Richtlinien an den Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa (Saceur)
  • Er koordiniert mit dem Generaldirektor des Internationalen Militärstabs

Breuers militärische Karriere und Erfahrung

Carsten Breuer bekleidet seit März 2023 das Amt des Generalinspekteurs der Bundeswehr und folgte damit auf Eberhard Zorn, der diese Position seit April 2018 innehatte. Vor seiner Ernennung zum ranghöchsten deutschen Soldaten war Breuer Befehlshaber des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr, das er maßgeblich mit aufbaute.

Bundesweite Bekanntheit erlangte der General durch seine Rolle als Leiter des Corona-Krisenstabs im Bundeskanzleramt, wo er seine Führungsqualitäten in einer außergewöhnlichen Krisensituation unter Beweis stellte.

Verteidigungsminister Pistorius würdigte Breuers Beitrag zur Stärkung der deutschen Verteidigungsfähigkeit in den vergangenen Jahren. Gemeinsam habe man den Personalaufwuchs der Streitkräfte gewährleistet und bei der Ausstattung der Soldatinnen und Soldaten wesentliche Fortschritte erzielt.

Die Nominierung erfolgte in enger Abstimmung mit der Bundesregierung. Pistorius betonte, er habe sich mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul (beide CDU) schnell auf die Kandidatur Breuers verständigt. Diese einvernehmliche Entscheidung unterstreicht die Bedeutung, die Deutschland der Besetzung dieser NATO-Schlüsselposition beimisst.

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