US-Marine hält Eskorten in der Straße von Hormus für zu riskant – Trumps Pläne stocken
US-Marine: Eskorten in Hormus-Straße zu riskant

US-Marine stuft Eskorten in der Straße von Hormus als zu riskant ein

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat wiederholt Handelsschiffen Geleitschutz für die Passage der strategisch wichtigen Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Doch Insidern zufolge hält das US-Militär solche Eskorten derzeit für zu riskant. Die Marine habe nahezu täglich Anfragen aus der Schifffahrtsbranche erhalten, diese aber abgelehnt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Als Grund nannte die Marine das hohe Risiko von Angriffen. Eine offizielle Bestätigung dieser Angaben liegt nicht vor, das Pentagon äußerte sich bislang nicht zu dem Bericht.

Trumps Drohungen und militärische Entwicklungen

Präsident Trump drohte dem Iran mit drastischen militärischen Konsequenzen, sollte das Land in der Straße von Hormus Minen platzieren. Das US-Zentralkommando meldete bereits die Zerstörung von 16 iranischen Minenlegern in der Nähe der Meerenge. Trotz Trumps Erklärungen, dass die USA im Bedarfsfall jederzeit zu Begleitschutz bereit seien, gestaltet sich eine Eskorte schwieriger als gedacht. General Dan Caine, Vorsitzender des Generalstabs der US-Streitkräfte, sagte, das Militär prüfe Optionen für mögliche Schiffseskorten, falls ein entsprechender Befehl erteilt werde.

Bislang habe die US-Marine allerdings keinen Öltanker oder anderes Handelsschiff durch die Straße von Hormus geleitet, wie Präsidialamtssprecherin Karoline Leavitt klarstellte. Diese Klarstellung erfolgte, nachdem Energieminister Chris Wright für Verwirrung gesorgt hatte, indem er einen Beitrag auf X löschte, in dem er eine erfolgreiche Eskorte behauptete.

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Blockade und Auswirkungen auf den Schiffsverkehr

Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran ruht der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus fast vollständig. Ein hochrangiger Vertreter der iranischen Revolutionsgarden erklärte, die Meerenge sei gesperrt, und der Iran werde auf jedes Schiff feuern, das passieren wolle. Mehrere Schiffe wurden bereits getroffen, und es gibt Berichte, dass Iran Seeminen in der Meerenge platziert habe, obwohl Trump dies dementierte. Laut CNN sollen mehrere Dutzend Seeminen gelegt worden sein.

Die Schifffahrtsbranche weltweit hofft auf eine Lösung der Blockade, doch die Erwartungen sind gering. Silke Lehmköster, Flottenchefin von Hapag-Lloyd, sagte, die Marineschiffe seien mit anderen Dingen beschäftigt, anstatt Geleitschutz zu geben. Anzeichen für eine Änderung dieser Situation gibt es derzeit nicht.

Wirtschaftliche Folgen und internationale Reaktionen

Die Blockade der Straße von Hormus, durch die in Friedenszeiten ein Fünftel der weltweiten Öltransporte abgewickelt wird, hat erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Der Ölpreis ist bereits kräftig angestiegen und lag zwischenzeitlich bei über 100 Dollar je Barrel. Die US-Energiebehörde EIA prognostiziert, dass der Preis für Rohöl der Sorte Brent in den kommenden zwei Monaten bei über 95 Dollar pro Barrel liegen könnte, bevor er bis Jahresende auf rund 70 Dollar fällt.

Die hohen Energiepreise aufgrund des Irankriegs sind für 21 EU-Staats- und Regierungschefs ein vordringliches Problem. Auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem belgischen Premierminister Bart De Wever beriet die Runde über die Wettbewerbsfähigkeit der EU. Merz forderte eine beschleunigte Überprüfung des Emissionshandels und einen Abbau von EU-Regeln, um die Wirtschaft zu entlasten.

Insgesamt zeigen die Entwicklungen, dass Trumps Pläne für Eskorten in der Straße von Hormus vor erheblichen Herausforderungen stehen, während die internationale Gemeinschaft mit den wirtschaftlichen Folgen der Blockade kämpft.

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