US-Munitionsknappheit im Iran-Krieg: Globale Sicherheitsrisiken nehmen zu
Im Krieg gegen Iran wird die Munition für die US-Armee allmählich knapp: Es mangelt zunehmend an Flugabwehrgeschossen und Marschflugkörpern. Dieser Engpass macht die Welt unsicherer, und als Erstes könnte die Ukraine die negativen Folgen zu spüren bekommen. Während Iran in seiner Kriegspropaganda zuletzt auf KI-generierte Lego-Videos setzte, protzt Amerika oft mit technologischer Überlegenheit. Das US-Militär veröffentlicht auf seinen Social-Media-Kanälen regelmäßig Aufnahmen der jüngsten Angriffe, um Stärke zu demonstrieren.
Experten warnen vor kritischen Beständen
Militärexperten wie Mark Cancian vom Center for International and Strategic Studies weisen darauf hin, dass von den THAAD-Flugabwehrraketen bis zu drei Viertel verschossen wurden und bei den Patriots etwa die Hälfte fehlt. Bei Marschflugkörpern wie Tomahawks und Jassm fehlt rund ein Drittel. Die Luftverteidigung ist besonders wichtig, da Iran es geschafft hat, mit steten Angriffen den Schutzschild in Israel und den Golfstaaten stark zu fordern, was zu schweren Schäden führte.
Wenn sich die Parteien bei den Friedensgesprächen in Islamabad nicht einigen, könnte der Mangel deutlicher hervortreten. Iran nutzt die Waffenruhe, um seine Raketenstellungen wiederherzustellen, und verfügt laut Berichten noch über erhebliche Vorräte an Drohnen und Abschussvorrichtungen. Sollte der Krieg wiederaufflammen, müssten Washington und seine Verbündeten gegenhalten und noch mehr Munition verbrauchen.
Geopolitische Folgen und Risiken für die Ukraine
Der erste indirekt Leidtragende könnte die Ukraine sein: Kyjiw benötigt Patriots, um sich vor russischen Raketenangriffen zu schützen, hat aber bereits jetzt nicht genug. Es könnte zu einer Konkurrenz auf dem Waffenmarkt zwischen der Ukraine und den Golfstaaten kommen, was zu steigenden Preisen führen und Kyjiw benachteiligen würde. Geostrategisch noch schwerwiegender wäre der Mangel an Abwehrraketen bei einem möglichen Krieg um Taiwan, da China bei einer Invasion auf seine Luftwaffe und Raketen setzen würde.
Laut Experten wie Franz-Stefan Gady bräuchten die Amerikaner für Schläge auf chinesische Ziele etwa 60.000 Präzisionswaffen, verfügten aber vor dem Iran-Krieg nur über begrenzte Bestände. Das Pentagon wünscht sich ein um 40 Prozent erhöhtes Budget für 2027, um die knappen Bestände aufzustocken, doch die Produktionssteigerung wird Zeit brauchen.
Lange Nachschublücke und Zukunftssorgen
Mark Cancian erklärt, dass die Vereinigten Staaten ihre Produktion hochfahren, aber eine Lücke von zwei bis fünf Jahren entstehen wird, um wieder auf das Inventar vor dem Krieg zu kommen – das bereits nicht ausreichend war. Diese Verzögerung unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen für die globale Sicherheit und die Notwendigkeit strategischer Planung.



