USA bestellen nach Iran-Einsatz weitere Bunkerbrecher-Bomben vom Typ GBU-57
USA bestellen nach Iran-Einsatz Bunkerbrecher-Bomben

Nach Angriffen auf iranische Atomanlagen: USA bestellen massive Bunkerbrecher-Bomben nach

Rund neun Monate nach dem ersten Kampfeinsatz gegen unterirdische Atomanlagen im Iran plant das US-Militär die Nachbestellung der massiven bunkerbrechenden Bomben vom Typ GBU-57. Das Verteidigungsministerium in Washington begründete die aktuelle Ausschreibung mit der Notwendigkeit, die Lagerbestände nach dem Einsatz vom Juni 2025 wieder aufzufüllen und die volle Einsatzbereitschaft herzustellen.

Erster Kampfeinsatz in der US-Geschichte

Bei dem Angriff auf iranische Nuklearanlagen wurden insgesamt 14 der gewaltigen GBU-57-Bomben abgeworfen, wobei die meisten auf die besonders tief gelegene Anlage Fordo zielten. Dieser Einsatz markierte den ersten Kampfeinsatz dieser Waffengattung in der gesamten US-Militärgeschichte. Die bunkerbrechende Bombe kann selbst extrem tief unter der Erde liegende Ziele mit großer Präzision treffen.

Technische Spezifikationen der Superwaffe

Die GBU-57, auch unter der amerikanischen Bezeichnung MOP (Massive Ordnance Penetrator) bekannt, stellt eine technologische Meisterleistung dar:

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  • Länge von etwa sechs Metern bei einem Gewicht von 13,6 Tonnen
  • Nur von Tarnkappenbombern des Typs B-2 abwerfbar
  • Präzisionsgelenkt durch ein modernes GPS-System
  • Spezielle Hochleistungs-Stahllegierung für die Ummantelung
  • Besonders gehärtete Spitze zum Durchdringen von Felsgestein und Beton

Die Funktionsweise der Bombe basiert auf einem zweistufigen Prinzip: Zunächst rammt sie sich mit der Wucht ihres enormen Gewichts – zusätzlich beschleunigt durch den Abwurf aus großer Höhe – tief in das Ziel ein. Erst dann detoniert die große Sprengstoffladung in der erreichten Tiefe, was die Zerstörungskraft maximiert.

Unklare Details der Nachbestellung

Aus der teilweise geschwärzten Ausschreibungsdokumentation gehen mehrere wichtige Details nicht hervor:

  1. Die exakte Stückzahl der nachzubestellenden Bunkerbrecher bleibt unklar
  2. Der genaue Auftragswert wird lediglich mit „mehr als 100 Millionen US-Dollar“ angegeben
  3. Ein konkreter Lieferzeitpunkt wurde nicht kommuniziert

Bereits 2015 hatte die US-Luftwaffe nach bekannten Angaben 20 dieser Superbomben beim Hersteller Boeing bestellt. Wie viele GBU-57 sich aktuell im Arsenal befinden, ist nicht gesichert bekannt, Berichten zufolge handelt es sich jedoch um eine vergleichsweise geringe Stückzahl.

Politisches Umfeld mit erhöhten Spannungen

Die Nachbestellung erfolgt in einer Phase erneut eskalierender Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Das US-Militär hat in der Region zuletzt erhebliche Kräfte zusammengezogen, während Präsident Donald Trump Teheran mehrfach mit militärischen Konsequenzen gedroht hat.

Gleichzeitig scheint die aktuelle Administration im Streit um das iranische Atomprogramm verstärkt auf Verhandlungen zu setzen. Trump warnte den Iran erst am Donnerstag vor schwerwiegenden Folgen bei einem Scheitern der Gespräche: „Das wird sehr traumatisch für den Iran, wenn sie keinen Deal machen“, erklärte er im Weißen Haus.

Die GBU-57-Bombe wurde speziell für die Bekämpfung von Zielen entwickelt, die tief unter Felsgestein, dicken Erdschichten oder massivem Beton verborgen liegen. Ihre einzigartige Kombination aus Größe, Gewicht und Durchschlagskraft macht sie zu einer der spezialisiertesten Waffen im Arsenal der US-Streitkräfte.

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