Umfrage-Desaster für Merz: Selbst CDU-Wähler zeigen sich zunehmend unzufrieden
Merz in der Krise: Selbst CDU-Wähler unzufrieden

Umfrage-Ergebnisse schockieren Union: Merz verliert massiv an Rückhalt

Die politische Landschaft in Deutschland zeigt sich in einer beunruhigenden Schieflage. Aktuelle Daten des RTL/n-tv-Trendbarometers enthüllen einen dramatischen Vertrauensverlust für Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Unionsparteien. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und müssen der CDU-Führung erhebliche Sorgen bereiten.

Besorgniserregende Zustimmungswerte in allen Bevölkerungsgruppen

Insgesamt 80 Prozent der Deutschen äußern sich unzufrieden mit der Arbeit des Bundeskanzlers. Lediglich 18 Prozent zeigen sich noch zufrieden. Besonders kritisch fällt die Bewertung in Ostdeutschland, bei jüngeren Bürgern zwischen 18 und 44 Jahren sowie bei Arbeitern, Angestellten und Selbstständigen aus. Etwas gnädiger urteilt lediglich die Generation 60 plus und Rentner.

Doch das eigentliche Alarmzeichen kommt aus den eigenen Reihen: Selbst unter den verbliebenen Unions-Anhängern ist eine Mehrheit von 52 Prozent unzufrieden mit Merz' Amtsführung. Bei den abgewanderten CDU/CSU-Wählern wird das Bild noch düsterer – hier sind satte 86 Prozent wenig zufrieden. Auch beim Koalitionspartner SPD wächst der Frust: 77 Prozent der Anhänger zeigen sich unzufrieden.

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Kompetenzkrise und politische Machtverschiebung

Noch alarmierender als die persönliche Unzufriedenheit mit Merz ist die schwindende Kompetenzzuschreibung für die Union insgesamt. Nur 15 Prozent der Wahlberechtigten trauen der CDU/CSU zu, die Probleme im Land lösen zu können. Die AfD liegt mit 14 Prozent fast gleichauf und wird besonders im Osten, bei Männern und unter 45-Jährigen teilweise sogar als kompetenter eingeschätzt.

Die politischen Konsequenzen sind bereits messbar: Die Union rutscht in der Sonntagsfrage auf 24 Prozent ab und liegt damit zwei Punkte hinter der AfD (26 Prozent). Die SPD dümpelt bei 12 Prozent und ist nur noch viertstärkste Kraft hinter den Grünen (15 Prozent). Die Linke kommt auf 11 Prozent, während die FDP mit 4 Prozent wieder leicht nach oben zeigt.

Gründe für die Unzufriedenheit und Wählerwanderung

Unter den Unionsanhängern, die Kritik äußern, werden vor allem zwei Gründe genannt: 34 Prozent bemängeln „vollmundige Ankündigungen ohne Folgen“, während 24 Prozent zu wenig Führungsstärke bei Merz erkennen. Interessant ist das Profil der Abgewanderten: Es handelt sich häufig um Erwerbstätige mit überdurchschnittlich hohem Einkommen.

Die oft beschworene Abwanderung nach rechts fällt dabei kleiner aus als vermutet. Nur 20 Prozent der CDU/CSU-Abwanderer würden aktuell AfD wählen. Die Mehrheit geht zu anderen Parteien – 24 Prozent in das eher linke Wählerlager aus SPD, Grünen und Linke, 18 Prozent zur FDP oder einer der sonstigen Parteien. Ganze 38 Prozent wechseln gleich ins Lager der Nichtwähler.

Ein bitterer historischer Vergleich zeigt das Ausmaß des Niedergangs: Mit 24 Prozent liegt die Union fast neun Punkte unter ihrem Ergebnis von 2017 und wäre aktuell kaum stärker als beim Wahl-Debakel 2021 unter Armin Laschet.

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